Hude/Banjul - In vier Wochen von Hude nach Banjul in Gambia – Mike Kunz hat mit dem Huder „Africar“ rund 7500 Kilometer zurückgelegt, um den Menschen in dem westafrikanischen Land zu helfen. Bereits zum zweiten Mal hat sich Kunz dem Abenteuer gestellt. Nun ist er seit rund zwei Wochen wieder in Norddeutschland angekommen und zieht Bilanz.
„Die Aktion war wieder Mal ein voller Erfolg“, lobt Kunz die Spendenaktion. An Bord seines Dreieinhalb-Tonners wurden Medikamente, Spielzeug, Schulhefte und Stifte, ein ganzer Satz Werder-Trikots sowie zahlreiche andere Hilfsgüter geladen. „Wenn man sieht, wie sich die Menschen in Gambia gefreut haben, war es die Reise wert“, freut sich Kunz.
Im Vergleich zu seiner ersten Reise in den westafrikanischen Staat im Jahr 2012, habe er wesentlich mehr von seiner Umgebung wahrgenommen. Einen Anteil hatte daran auch die neue Streckenführung, die ihn stets an der Küste entlang durch Marokko, die Sahara, Mauretanien und den Senegal schließlich nach Gambia führte. „Das Auto lief wunderbar, so konnte sich man natürlich entspannter auf die Reise einlassen“, sprach Kunz auch seinem Ford Transit, Baujahr 2003, seinen Dank aus.
Die einjährige Vorbereitung auf die 7500-Kilometer-Reise hat sich aus Sicht von Kunz auf jeden Fall gelohnt. Es habe so viele Höhepunkte gegeben. Da war zum Beispiel ein kleiner Junge, dem der Huder in der Prärie auf dem Weg zur Schule begegnete: „Der Junge läuft täglich seine sechs bis sieben Kilometer durch den Busch zur Schule. Als er uns gesehen hat, hat er ganz große Augen bekommen. Wir haben ihm einen Plüschlöwen geschenkt und haben als Dank dafür ein Lächeln von Herzen bekommen.“
Sein Transportmittel und alle Hilfsgüter sind bei den richtigen Menschen angekommen, ist sich Kunz sicher. Sogar die Betten aus dem „Africar“ sind einem wohltätigen Zweck gespendet worden.
Über eine Sache hat sich Kunz aber maßlos geärgert. Zwei Tage vor seine Rückreise wurde ihm sein Mobiltelefon gestohlen. „Es gibt überall schwarze Schafe. Aber die Gambianer sind abends noch mit mir durch die Straßen gezogen und haben nach dem Dieb gesucht. Eine tolle Geste“, blickt Mike Kunz zurück.
Falls er sich noch einmal auf den Weg nach Gambia macht, möchte er gerne mehr Zeit in Banjul verbringen. Eine Woche, vor Ort, um alle Hilfsprojekte zu besuchen, sei zu wenig.
