Brake - Die J. Müller Unternehmensgruppe nimmt am 8. Oktober eine weitere, 45 000 Quadratmeter große Lagerfläche am Niedersachsenkai in Betrieb. Die Herrichtung kostet 2,4 Millionen Euro, 80 Prozent davon investiert das Hafenunternehmen, den Rest steuert Niedersachsen Ports bei. Die letzten Asphaltierungsarbeiten fanden am Freitag statt.
„Diesen Asphalt findet man auf normalen Straßen nicht“, erklärte Volker Schäfer, der bei der Flächenherstellung beraten hat und sich für diesen Baustoff anstelle von Beton entschieden hat. „Der Klügere gibt nach“, erklärt Schäfer den Vorteil von Asphalt, wenn auf dem Areal künftig schwere Lasten wie Stahl und Windenergieanlagenteile großflächig gelagert werden. Asphalt dehne sich aus oder ziehe sich zusammen, so Schäfer, Beton dagegen werde brüchig.
Auf die künftige Lagerfläche wurde zunächst Sand aufgebracht, anschließend wurden Versorgungsleitungen verlegt. Darauf folgte eine 30 Zentimeter dicke Schotterschicht. Vor anderthalb Wochen haben die Asphaltierungsarbeiten begonnen. Zwar wird die Fläche eine geringe Neigung haben, damit Regenwasser abfließen kann, aber diese wird sich kaum bemerkbar machen. Dadurch schließt sich der neue Lagerbereich an den bereits benutzten direkt am Niedersachsenkai buchstäblich nahtlos an. „Das ist wichtig, damit die Fahrzeuge zum Be- und Entladen zügig fahren können“, erklärt Hartmut Wolberg von der J. Müller Unternehmensgruppe.
Rund 18 000 Tonnen Asphalt wurden verarbeitet. Das Bitumen ist eine spezielle „Schäfer-Mischung“, die in Bremen hergestellt und mit Lastkraftwagen über die Fähre zum Niedensachsenkai transportiert wurde. „Damit haben wir noch einen Beitrag zum Erhalt der Schnellfähre geleistet“, betonte Schäfer.
Bauausführend war die Firma Matthäi (Westerstede), die sich mit den Firmen Tiesler, Haye und Meyer weitere Partner aus der Region dazu geholt hat. Mit bis zu 30 Arbeitern wurden 32 000 Tonnen Schotter verarbeitet.
