Jever - Die Stadt Jever hat für das Sanierungsgebiet „Lohne/Schlachte/Hooksweg“ einen positiven Förderbescheid des Landes Niedersachsen erhalten. Aus Mitteln des „Städtebaulichen Denkmalschutzes“ sind 460 000 Euro bei einem Eigenanteil von 153 000 Euro für das Programmjahr 2015 zugesagt worden. Das wurde jetzt im Planungsausschuss berichtet.
Wie berichtet, steht bei diesem Sanierungsgebiet die Sanierung von Gebäuden im Vordergrund. Eigentümern soll so ein Anreiz geboten werden, ihre privaten Immobilien in diesem Bereich zu sanieren. Insgesamt umfasst das Gebiet 3,9 Hektar, Grundstücke und Gebäude in diesem Bereich sind förderungsfähig (siehe Infobox). Die Durchführung aller Sanierungen soll innerhalb von zehn Jahren erfolgen und somit zum 31. Dezember 2024 abgeschlossen sein.
Ziel der Maßnahme ist die Sicherung erhaltenswerter Gebäude, historischer Ensembles oder sonstiger Anlagen mit geschichtlicher, künstlerischer oder städtebaulicher Bedeutung in diesem Gebiet.
So soll sichergestellt werden, dass die Gebäude in ihrer Art neben anderen Denkmälern, Straßen und Plätzen erhalten bleiben und nicht im Lauf der Jahre verfallen oder ganz verschwinden. Zudem soll das Quartier als Lebens-, Wohn- und Kulturraum gestärkt werden.
Die Attraktivität dieses Gebiets soll so weiter gesteigert werden. „So funktioniert eine gesunde Stadtentwicklung“, sagte Bürgermeister Jan Edo Albers. Bei zwei Nein-Stimmen empfahl der Ausschuss den Erlass einer entsprechenden Satzung. Endgültig entscheidet der Rat.
Nachfragen zum geplanten Stadthotel an der Schlachte musste Albers unbeantwortet lassen: „Wir wissen auch noch nichts Neues“, sagte er. Auch zur künftigen Parkplatzsituation für die Hotelgäste konnte er noch nichts sagen. „Die müssen aber sowieso im Zuge der Bauleitplanung ausgewiesen werden“, so Albers.
Wie berichtet, ist eine Erweiterung des Gasthofs „Zur Schlachte“ geplant. Auf dem Nachbargrundstück soll ein Hotelneubau entstehen, auch der Gasthof soll umgebaut werden. Rund 1,1 Millionen Euro nehmen die Investoren in die Hand, das Land fördert das Projekt mit 220 000 Euro.
