Cuxhaven - Nach dem Aus für die Fährlinie Cuxhaven-Brunsbüttel ist die Zukunft der Elb-Link-Reederei weiter ungewiss. Die rund 50 Mitarbeiter seien nach Hause geschickt worden, sagte ein Unternehmenssprecher am Freitag. „Sie warten noch auf ihr Februar-Gehalt.“ Es werde nun ausgelotet, wie der Fährbetrieb wieder aufgenommen werden könne. Die Verbindung war am Mittwoch wegen finanzieller Schwierigkeiten der Reederei eingestellt worden.
Ein Sprecher des niedersächsischen Wirtschaftsministeriums berichtete, geprüft werde momentan, ob eine Auffanggesellschaft gegründet werde, ebenso die Möglichkeit einer Unterstützung, etwa durch eine Bürgschaft. Die Zahlen im Fracht- und Personenverkehr zeigten, dass die Fähre sich mittelfristig eigenwirtschaftlich tragen könne.
Die Probleme bei Elb-Link sind aus Sicht des Deutschen Fähr-Verbandes nicht exemplarisch für die Lage der Branche. Die Fährbetriebe hätten sich bundesweit in den vergangenen Jahren gut entwickelt, auch wenn es regionale Unterschiede gebe, sagte Verbandschef Michael Maul. „Allein in den letzten fünf Jahren sind fünf bis sechs Fährschiffe neu gebaut worden – soviel wie in den vergangenen 20 Jahren nicht.“
Ein Problem der Verbindung Cuxhaven-Brunsbüttel könne die lange Fahrtzeit sein, die bei bis zu 90 Minuten liegt.
