• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Bilanz: Landessparkasse auf Digitalisierungskurs

18.02.2017

Oldenburg Wenn Gerhard Fiand an die Zukunft denkt, fallen ihm gleich „drei große D“ ein. Das sei der Anfangsbuchstabe von EZB-Präsident Draghi, dessen Niedrigzinsen zu schaffen machen; dann die Digitalisierung, die rund um die Uhr Kundentakte und zugleich Effizienzsteigerungen ermögliche; und die Demografie mit ihren Auswirkungen auf das Geschäft, wie der Vorstandsvorsitzende der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) am Freitag bei der Bilanzvorlage erläuterte.

2016 sei ein „durchaus herausforderndes Geschäftsjahr gewesen“, sagte Fiand. Doch die LzO (Bilanzsumme: 8,69 Mrd. Euro) habe „in allen wichtigen Bereichen Zuwachs“ erzielt. Auch angesichts der „guten Situation der regionalen Wirtschaft“ wurde – wie berichtet – das Kreditvolumen um 4,1 Prozent auf 7,19 Milliarden Euro ausgeweitet. Zugleich wuchsen die Kundeneinlagen um 2,9 Prozent auf 6,75 Mrd. Euro.

Weiterhin nehme man „kein Verwahr-Entgelt“ (Strafzinsen). Mit rund 20 sehr großen Einlagen-Firmenkunden seien aber Vereinbarungen getroffen worden, dass die großen Bestände nicht weiter – etwa durch Umschichtungen von Wettbewerbern aus – aufgestockt werden sollen, erläuterte Vorstandsmitglied Olaf Hemker. Das sei „auf Verständnis gestoßen“. Die LzO ihrerseits muss für Geldverwahrung Zins entrichten.

Bei den Krediten fallen Investitionsprojekte (Firmenkunden) und Bau/Modernisierung (private Kunden) auf. Es seien allein 400 Mio. Euro an Immobilienfinanzierungen neu ausgegeben worden.

Neue Bestmarken seien im Leasinggeschäft (LzO als Nr. 1 in Niedersachsen), bei der Vermittlung von Immobilien (6129 Objekte/Kaufwert erstmals über 100 Millionen Euro) und bei Wertpapieren erreicht worden, so Fiand. Etwas schwächer war das Bauspar-Neugeschäft mit LBS-Verträgen.

Von „kalter Enteignung“ klassischer Sparer im Zuge der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) – keine Zinsen, aber Inflation – sprach Vorstandsmitglied Michael Thanheiser. Anlagealternativen würden zum Thema, Dividenden guter Aktien seien „der neue Zins“.

Das tägliche Geschäft mit dem Kunden werde „immer moderner“. 50 Prozent machten Online-Banking, mehrere Apps (wie „Kwitt“ für Mini-Zahlungen ohne TAN) seien im Einsatz, zur Online-Beratung gebe es bereits etwa 1300 „Chats“ pro Monat und jetzt 150 neue iPads für Berater.

Im Spätherbst 2016 hatte die LzO das gebührenfreie Girokonto abgeschafft (außer für Jugendliche). Dazu habe es rund 2000 „Nachfragen“ von Kunden gegeben, hieß es. Die Zahl der Privatkunden sei 2016 netto gewachsen (um 8300 auf 328  000).

Die neuen Gebühren schlugen sich noch nicht im Provisionsüberschuss nieder. Dieser stieg dennoch um 11,2 Prozent auf 51,7 Mio. Euro. Der Zinsüberschuss sank um 8,7 Prozent auf 153,2 Mio. Euro. Die Verwaltungskosten blieben stabil (141,8 Mio. Euro). Unterm Strich wird ein Überschuss von 20 Mio. Euro ausgewiesen – exakt wie zuvor. Man zeige „Kontinuität“, sagte Fiand dazu. Man benötige den Betrag auch für die Eigenkapitalquote. Restbeträge würden im Bewertungsergebnis verrechnet. 51 Mio. Euro seien 2016 in 750 regionale Projekte etwa in Kultur, Sport und Sozialem geflossen.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

2017 sei man „ganz gut gestartet“, sagte der LzO-Chef. Er erwarte ein Jahresergebnis in Vorjahreshöhe.

Wie berichtet, soll die Zahl der Standorte bis Ende 2018 um vier auf 112 sinken. Der Anteil der mit Mitarbeiter besetzen Filialen sinkt auf 83 (94). Größtes aktuelles Neubauprojekt sei Brake, erläuterte Vorstandsmitglied Jürgen Rauber. In Planung seien u.a. neue Regionaldirektionen für Vechta und Cloppenburg.

Rüdiger zu Klampen Redaktionsleitung / Wirtschaftsredaktion
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2040
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.