Colnrade - Zu Ende gegangen ist das Kapitel „Landesparkasse zu Oldenburg“ in der Gemeinde Colnrade. Filialleiter Heinrich Bruns und seine Kollegin Anke Wolters haben sich an ihrem letzten Tag in der Filiale an der Dorfstraße mit Sekt und Knabbereien von ihren Kunden verabschiedet. Viele Gäste kamen mit kleinen Präsenten oder Erinnerungsstücken, Kundin Margarete Baumann etwa hatte einen Original-Zeitungsartikel aus dem Jahr 1963 dabei, als die Bank in ihr letztes Domizil eingezogen war.
Eröffnet wurde die Sparkasse in Colnrade im Jahr 1926 als Zweigstelle der Amtssparkasse Bassum, im Jahr 1963 gehörte sie dann schon zur Kreissparkasse Syke und zuletzt schließlich zur Landessparkasse zu Oldenburg. LzO-Regionaldirektor Hans-Jürgen Pooch war zur Verabschiedung der beiden Kollegen nach Colnrade gekommen. Heinrich Bruns (61) geht in den Ruhestand, seine Kollegin Anke Wolters (55) wechselt nach 36 Jahren in Colnrade in die Wildeshauser Filiale, wo auch die meisten bisherigen Kunden aus Colnrade in Zukunft ihre Bankgeschäfte regeln werden. Die Kunden seien angesprochen worden, und hätten neben Wildeshausen und Harpstedt auch die Filiale in Goldenstedt zur Auswahl gehabt, erklärte Hans-Jürgen Pooch.
Das Bankgebäude in Colnrade wurde bereits verkauft, nach NWZ -Informationen soll dort demnächst eine Ergotherapiepraxis eröffnen. Dass die Gemeindespitze, ebenso wie viele Kunden, über die Rückzugs-Entscheidung der Bank nicht glücklich war, verschwieg Bürgermeisterin Anne Wilkens-Lindemann bei ihrem Abschiedsbesuch nicht. Sie wünschte aber Bruns und Wolters für ihre Zukunft alles Gute.
