LANDKREIS - In vertraulicher Runde werden gemeinsam Lösungsansätze erarbeitet. Zur Themenliste gehört auch das Einhalten von Regeln bei Kindern.
Von Stefan Idel
LANDKREIS - Das Kursangebot in Deutschland sucht seinesgleichen: Von Computer-Lehrgängen über Fitness-Training bis zum Töpfern gibt es kaum eine Lücke in der Erwachsenenbildung. „Es gibt aber kaum Angebote für Väter und Mütter, sich ungezwungen über Kindererziehung und Probleme des Alltags auszutauschen“, sagt Mareike van ’t Zet vom Jugendamt des Landkreises Oldenburg. Gemeinsam mit der Sozialwissenschaftlerin Ursula Biehler erfand sie deshalb nach dem Vorbild der Reihe „Starke Eltern, starke Kinder“ das Projekt „Elternfrühstück“. Mit wachsendem Erfolg: Vierzehntägig treffen sich inzwischen sieben Mütter im Wildeshauser Alexanderstift, um ihre Erfahrungen auszutauschen.„Auch Väter sind gern gesehen“, sagt Ursula Biehler, die den Gesprächskreis moderiert. Wichtig sei zunächst die gemeinsame Vertrauensbasis, erläuterte die ausgebildete Supervisorin aus Oldenburg. Dann würden sich die Teilnehmerinnen öffnen und selbst von Ereignissen berichten, die sie bislang lieber für sich behalten hätten. In der vertraulichen Runde erarbeiten die Frauen dann gemeinsam Lösungsansätze.
Zur langen Themenliste gehörten auch Erziehungsprobleme wie: Was muss ich tun, damit Regeln eingehalten werden? Oder: Wie rede ich mit meinem Kind und ermutige es zu Gesprächen? Die Teilnehmerinnen, die aus dem gesamten Landkreis kommen, würden aber nicht nur Missgeschicke sammeln, sondern auch schöne Alltagssituationen beschreiben. Eine „Super-Nanny“ wie jene RTL-Erzieherin sei sie keinesfalls, bemerkt Biehler.
• Sechs Termine beim „Elternfrühstück“ kosten 30 Euro. In dem Preis enthalten sind neben dem Essen für die Eltern auch Betreuung und Verpflegung der Kinder. Wer an allen sechs Terminen teilnimmt, erhält 20 Euro zurückerstattet. Nächster Termin: 1. Dezember. Nähere Auskünfte erteilt Mareike van ’t Zet unter 04431/85323.
