LANDKREIS - Die regenerativen Energien helfen nicht nur, den Kohlendioxid-Ausstoß zu reduzieren, sie sind auch ein großer Wachstumsmarkt. „Volkswagen und der Stromanbieter ,Lichtblick‘ wollen rund 100 000 Mini-Kraftwerke in Wohnhäuser einbauen“, berichtete Fachlehrer Holger Adomat am Montag vor einer Gruppe von 60 Zehntklässlern der Realschule Wildeshausen. „Das ist eine echte Marktmacht.“ Er stellte zugleich das neue Blockheizkraftwerk (BHKW) an den Berufsbildenden Schulen (BBS) Wildeshausen vor, das erst seit wenigen Tagen in Betrieb ist und etwa 5 KW elektrische Leistung erzeugt.
„Fit for new Energy“ heißt das neue Angebot zur Berufsorientierung, das sich im Rahmen des Projekts „Region des Lernens“ nun ausdrücklich an Realschüler wendet. Ziel sei es insbesondere, Jugendliche für technisch orientierte Berufe zu gewinnen. Den Auftakt machten die Wildeshauser Realschüler, die von Lehrerin Heimke Zurkammer begleitet wurden. Möglich wurde das Angebot auch vor dem Hintergrund der guten Zusammenarbeit mit dem RUZ Hosüne, so Adomat.
Der 54-jährige Versorgungstechniker sowie Klaus Kinzel, ebenfalls Lehrer für Fachpraxis an den BBS, stellten die seit langem durchgeführten Projekte zu Solarenergie und Photovoltaik vor. „Pro Jahr speisen wir mit unseren aufgebauten Anlagen die Energie für etwa zehn Einfamilienhäuser ins Netz“, erläuterte Adomat. Durch die Zusammenarbeit der BBS mit den allgemeinbildenden Schulen werde die „graue Theorie endlich aufgewertet“. Hingucker war die Demonstrationsanlage mit Solarmodulen und Pumpenbaugruppen. Viele Schüler haben hinsichtlich ihres Berufswunsches inzwischen klare Vorstellungen: „Ich will einmal im Bereich lufttechnischer Systeme tätig sein“, sagte beispielsweise Realschüler Robin Wiedner (16).
