LANDKREIS - Um auch ab 2013 eine Holzprämie des Landes erhalten zu können, sprachen sich die Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Oldenburg- Delmenhorst am Donnerstag­abend einstimmig für die Gründung einer neuen FBG Hunte-Weser aus. Ebenso einstimmig hatte die FBG Verden der Gründung zugestimmt, wie Heinrich Luttmann, Vorsitzender der FGB Verden, darstellte. Beide Betriebsgemeinschaften wollen die FBG Hunte-Weser gründen, bleiben aber rechtlich selbstständig.

Hintergrund ist die Fördervoraussetzung des Landes, das erst ab 7000 Hektar Waldfläche künftig eine Prämie je Festmeter zahlen wird. Geld, das sich die privaten Waldbauern nicht entgehen lassen wollen. Ludwig Hackelberg, Leiter des Forstamtes Weser-Ems, hatte vor der Beschlussfassung über den Zusammenschluss in einem Referat berichtet. Als nächster Schritt wird eine Satzung erarbeitet.

In der FBG Oldenburg-Delmenhorst sind 622 Waldbauern Mitglied, die eine FGB-Waldfläche von 5430 Hektar unterhalten. 25 230 Festmeter-Gesamteinschlag wurden 2011 verbucht. Im Durchschnitt der vergangenen elf Jahre lag diese Zahl bei 19 000 Festmeter, was 3,6 Festmeter pro Hektar und Jahr entspricht. Diplom-Forstwirt Rudolf Alteheld, Leiter des Geschäftsbereichs Forstwirtschaft der Landwirtschaftskammer, berichtete über die „aktuelle forstpolitische Entwicklung“. Dabei zeigte er auf, dass eine Vervierfachung der Holzbestellungen in Niedersachsen seit 2007 für hervorragende Eckdaten gesorgt hätte. 2,3 Millionen Festmeter aus Privatwäldern stünden zu Buche, 35 Prozent mehr als aus Staatswald. „Daraus ergibt sich eine Versorgungsverantwortung. Das ist eine unglaubliche Leistung“, so Alteheld. Besonders das Nadelholz habe einen Boom in der Nachfrage erfahren.

Günter Westermann (Meierhafe) bleibt erster Vorsitzender der FBG. Einen Wechsel gab es beim zweiten Vorsitzenden. Henning Poppe (Sage) ist Nachfolger von Hartmut Schütte (Dingstede). Schütte ist mit Hermann-Georg Behrens (Glane) und Manfred Tabken (Dötlingen) gleichberechtigtes Vorstandsmitglied.

Geschäftsführer Rolf Breitenbach trug den Kassenjahresbericht vor. Erwirtschaftet wurde ein Überschuss von 12 099,75 Euro. Die Einnahmen betrugen 77 563,03 Euro gegenüber 65 468,28 Euro an Ausgaben.


Wie Breitenbach ausführte, verlangt das Finanzamt auf die Mitgliedsbeiträge die gesetzliche Mehrwertsteuer, da die FBG kein eingetragener Verein sei. Somit werden als Mindestbeitrag 16 Euro plus 3,04 Euro, also 19,04 Euro erhoben. Das gilt für Waldbauern, die bis zu 16 Hektar Waldfläche haben. Ansonsten wird ein Euro je Hektar Wald plus Mehrwertsteuer verlangt. In seinem Jahresbericht war Vorsitzender Westermann auf ein gutes Jahr mit stabilen Preisen eingegangen.