LANDKREIS - Der Beruf Pferdewirt wird immer beliebter. Mittlerweile erlernten 2000 Jugendliche in Deutschland den Beruf, allein 300 in Niedersachsen, berichtete Ausbildungsberater Hennig Hölscher beim Fachforum Pferd in Sage. Die Ausbildung zum Pferdewirt sei nun in die Bereiche Zucht sowie Pension/Service unterteilt. Für den Bereich Reiten sei eine weitere Spezialisierung möglich.
Unter dem Motto Willkommen in der modernen Pferdezucht hatte die Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen zum dritten Mal zum Fachforum eingeladen. Die Idee zu dieser Art Informationsbörse für Pferdehalter, -züchter, Ausbilder und Auszubildende entstand aus den erfolgreichen Fachforen Rind und Schwein, berichtete LWK-Referentin Ulrike Struck, die für diesen Fachbereich zuständig ist. Im vergangenen Jahr wurde die Veranstaltung in Bremervörde angeboten. In Sage sei jedoch der Zuspruch am besten. Am Mittwoch kamen 170 Teilnehmer, darunter 50 Auszubildende aus Vechta. Zu den Zuhörern gehörte auch Kreislandwirt Jürgen Seeger. Das Forum soll regelmäßig in Sage stattfinden.
LWK-Präsident Arendt Meyer zu Wehdel hatte die Gäste begrüßt. Wie Pferdegrünland richtig genutzt wird, trug Gerd Lange vor. Dr. Alexandra Görgens von der Pferdeklinik Mühlen zeigte auf, worauf es ankommt, um eine Stute auch tatsächlich tragend zu bekommen.
Zum Abschluss des Forums trat der bekannte Reitsportler und Pferdezüchter Gerd Sosath vors Publikum. Er schilderte wie aus seinem bäuerlichen Familienbetrieb ein moderner Pferdezuchtbetrieb und Ausbildungsstall wurde. Schon 1993 unternahm Sosath den Schritt in die Hengsthaltung mit Schwerpunkt Springsport. Aktuell stehen auf dem Betrieb in Depenfleth bei Lemwerder 26 Hengste. Dazu kommen 25 Zuchtstuten. Wert legt Sosath auf die Vorstellung der Hengste auf Turnieren und Hengstschauen. Ehrenamtlich ist der erfolgreiche Springreiter im Vorstand des Springpferdezuchtverbandes Oldenburg-International tätig.
Neben Vortrag und Information hatten die Teilenehmer auch Gelegenheit eine kleine Informationsschau von verschiedenen Firmen in Augenschein zu nehmen.
