LANDKREIS - Wenn im nächsten Winter der Bau der neuen Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) an der Westtangente beginnt, dann entsteht dort mehr als eine Werkstatt mit Hallen. Das machten Christian Wolf und Ulrich Piontek am Dienstagabend bei der Sitzung des Kreis-Bauausschusses deutlich. Ein Beispiel: In dem 4,1-Millionen-Komplex werden die Fäden zusammenlaufen, wenn die Maul- und Klauenseuche, die Schweinepest oder vielleicht die Vogelgrippe ausbricht. „Mobiles Bekämpfungszentrum für Tierseuchen“ ist das Haus dann.
Zunächst zu den Zahlen der FTZ. Auf einem 2,2 Hektar großen Gelände westlich der Westtangente (südlich der dort bauenden Raiffeisen-Warengenossenschaft) wird ein Gebäudekomplex mit einer Brutto-Grundfläche von 3100 und einer Nutzfläche von 2719 Quadratmetern entstehen.
Zurzeit laufe noch das Bauleitplanverfahren der Gemeinde, sagte Wolf, Dezernent für Ordnung und Recht beim Landkreis. Der weitere Zeitplan: noch in 2011 Erschließung; 2012 Bau; Ende 2012 Fertigstellung von Werkstatt-, Verwaltungs- und Lagerbereich; bis Mai 2013 Fertigstellung des Innenausbaus im Ausbildungstrakt.
Mehrere Trakte
Nach den von Ulrich Piontek vom Hochbauamt des Kreises vorgestellten Plänen wird im vorderen Bereich des „kostengünstigen Zweckbaus“ (Wolf) parallel zur Tangente ein Gebäudeteil mit Fahrzeugwerkstatt und -hallen entstehen. Dahinter schließen sich in einem zweiten Trakt ein Katastrophenschutz-Lager, Garagen und Verwaltungsräume an. Noch weiter westlich baut der Landkreis in einem dritten Trakt einen Fortbildungs- und Seminarbereich. Falls eine Tierseuche ausbricht, würde in diesem Bereich der Ausbildungsbetrieb eingestellt – und die Einsatzzentrale für Seuchenbekämpfung ihre Arbeit aufnehmen. Die Freifläche, die sich in Richtung Westen anschließt, soll für Außenübungen zum Beispiel bei Fortbildungen der Wehren genutzt werden.
Alte FTZ-Räume werden frei
Mit der Inbetriebnahme des Gebäudekomplexes werden, wie berichtet, die FTZ-Räume an der Urneburger Straße 6 frei. Die dortige Liegenschaft wurde bereits vom Kreis an die Gemeinde Ganderkesee verkauft. Die Räume sollen dann das DRK samt Rettungswache beherbergen und die Chance zur Erweiterung der Ganderkeseer Ortsfeuerwehr bieten.
