LANDKREIS - Der Arbeitsmarkt bleibt auch im Landkreis Oldenburg auf Entspannungskurs. „Es kann von einem Frühjahrsaufschwung gesprochen werden“, stellte Uwe Möller, Leiter der Agentur-Geschäftsstelle Wildeshausen, am Donnerstag bei der Vorlage der Statistik für den Monat April fest. Allerdings begünstige nach wie vor die Inanspruchnahme von Kurzarbeit seitens der Betriebe die Lage.

Insgesamt waren im Landkreis Oldenburg im vergangenen Monat 4017 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das ist gegenüber dem März ein Minus von 148. Die Quote, berechnet auf der Grundlage aller zivilen Erwerbspersonen, betrug 6,3 Prozent, nach 6,5 % im Vormonat. Vor einem Jahr waren im April 205 Menschen mehr ohne Anstellung, die Quote betrug 6,7 Prozent. In den Bereich der Arbeitsagentur (SGB III) fielen im Berichtsmonat 1648 Personen (41 %); 2369 (59 %) wurden im Rechtskreis SGB II registriert, für den die Jobcenter des Landkreises als Optionskommune zuständig sind.

Die Arbeitslosigkeit im Bereich der Agenturgeschäftsstelle Wildeshausen, die für die Kreisstadt, die Gemeinden Dötlingen und Großenkneten sowie die Samtgemeinde Harpstedt zuständig ist, hat sich von März auf April um 111 auf 1697 Personen verringert. Das waren 34 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Quote betrug im April 6,8 Prozent, nach 7,2 % im März und 7,1 % vor einem Jahr. 598 (März: 690) Personen gehörten in den Bereich SGB III.

248 Personen meldeten sich in der Geschäftsstelle Wildeshausen neu oder erneut arbeitslos, etwa so viele wie vor einem Jahr (+ 1). Gleichzeitig beendeten 312 Personen ihre Arbeitslosigkeit (+ 54). Seit Jahresbeginn gab es 1070 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 49 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dem gegenüber stehen 982 Abmeldungen von Arbeitslosen (+ 83). Der Stellenbestand ist im April um zehn auf 194 gestiegen, 21 weniger als im Vorjahresmonat. Arbeitgeber meldeten im April 93 neue Stellen, 26 mehr als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 274 Stellen ein. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 36.

Bedarf an Arbeitskräften besteht im kaufmännischen Bereich und im Gesundheitssektor. Für EDV-Berufe und im Metallbereich kamen einige Angebote mehr, aber insgesamt verhaltene Nachfragen herein.