Landkreis/Wardenburg - Vorsitzender Jürgen Seeger fürchtet das „nächste Gewitter, das auf uns einprasselt“, und Landwirtschaftskammer-Präsident Arendt Meyer zu Wehdel war genervt: „So langsam reicht’s.“ Sie bezogen sich mit ihren Kommentaren auf die Meldung, dass ein krebserregender Schimmelpilz im Mais in Umlauf gekommen und mehr als 3500 Höfe in Niedersachsen erreicht haben soll.
Der neuerliche Skandal war das bestimmende Thema auf der Vertreterversammlung des Kreislandvolkverbandes Oldenburg am Freitagnachmittag im Wardenburger Hof. Schon auf den Fluren tuschelten die Anwesenden über die neuen Entwicklungen. Einige hatten noch gar nicht mitbekommen, dass vergifteter Mais aus Serbien in Umlauf gekommen sein sollen. „Ich kann nicht viel dazu sagen, da ich es auch nur im Radio gehört habe“, sagte Seeger.
Meyer zu Wehdel kritisierte, der Fehler sei bei den Eingangskontrollen gemacht worden, so etwas dürfe nicht passieren. „Jetzt müssen wir uns wieder Beschuldigungen anhören und sie hinnehmen“, sagte der Präsident der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Er betonte, dass die Landwirtschaftliche Untersuchungs- und Forschungsanstalt (LUFA) das Wochenende durcharbeiten werde, „um gesperrte Betriebe schnellstmöglich zu testen und wieder freigeben zu können“.
