Meppen - Flankierende Millionen-Hilfen der EU und der Bundesregierung, Milchreduzierungsprogramme und der Ausstieg von Hunderten von Milchbauern – so ganz langsam ist der Milchpreis zuletzt gestiegen. „Weitere Steigerungen wird es aber in diesem Monat nicht geben“, meinte Frank Feuerriegel, der Milchreferent des Landvolkes Niedersachsen, jetzt auf einem Milchviehforum von Fachschulabsolventen und der Landwirtschaftskammer in Meppen.
Auch weil 2016 der Milchpreis im Schnitt immer unter 30 Cent/kg gewesen sei, habe sich in Niedersachsen die Zahl der Milchbauern weiter um rund fünf Prozent auf knapp 9000 reduziert. Mit besseren Inhaltsstoffen und steigenden Exporten in Drittländer wie Schweiz, Japan und Südkorea habe sich der Preis zuletzt aber wieder vom Tiefpunkt bei 21,65 auf 32,29 Cent/kg Milch im November erhöht. „Auch weil mehr Kühe als Bullen geschlachtet wurden“, so der Experte aus Nordhorn.
Der Konsum sende gute Zeichen, so Feuerriegel. Der Käsemarkt mit mehr Milchfett wachse, Frischeprodukte seien begehrter. USA, Kanada, Asien und der Nahe Osten würden – auch weil der steigende Ölpreis die Kaufkraft verbessere – mehr Butter abnehmen. So seien bessere Preise – Käse etwa von 2 auf 3,50 Euro/kg – möglich. „Nur beim Milchpulver ist noch kein Hurra möglich.“ Aber die ganze Welt wisse schließlich von den EU-Überschüssen.
Die Molkereien könnten höhere Preise zahlen. Die Unterschiede seien, so Feuerriegel, erheblich – zwischen DMK (29 Cent) und Ammerländer mehr als 5 Cent/kg. Friesland Campina habe im Dezember um 4,5 Cent erhöht, Arla zahle 33 Cent.
Der Milchpreis werde sich so stabilisieren. Die weitere Entwicklung hänge aber auch von den Milchreduktionsprogrammen ab.
