Brück - Die deutschen Landwirte erwarten in diesem Jahr wegen des Hochwassers und schlechter Wetterbedingungen nur eine durchschnittliche Getreideernte. „Die gesamte Vegetation ist im Vergleich zu den Vorjahren zehn bis 14 Tage zurück“, sagte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV/Berlin), Joachim Ruckwied, am Freitag zum traditionellen Ernteauftakt im brandenburgischen Brück.

Der Ertrag werde bei rund 45 Millionen Tonnen liegen, dem langjährigen Mittel, sagte Ruckwied. Eigentlich seien die Grundlagen für ein besseres Ergebnis gelegt worden. Durch das Hochwasser seien aber etwa 200 000 Hektar Ackerland betroffen, von denen nun die Ernte fehle. Getreide wird nach den Angaben bundesweit auf 6,4 Millionen Hektar angebaut – 2,5 Prozent weniger als im Vorjahr.