Landkreis - Zu einem Expertengespräch bezüglich der örtlichen Blühstreifen haben sich am Donnerstagabend Politiker, Landwirte und Imker in der Gaststätte „Zur Wasserburg“ in Harpstedt getroffen. Dazu eingeladen hatte die Bundestagsabgeordnete Angelika Brunkhorst.

Derzeit wird viel diskutiert über die Anlegung von Blühstreifen und die Folgen dieser an sich begrüßenswerten Maßnahme für Imker und Landwirte. Im Rahmen eines niedersachsenweit laufenden Programms werden Landwirte, die strukturell bedeutsame Leistungen für eine umweltfreundliche Landbewirtschaftung erbringen, unterstützt. Ziel ist es, nicht mehr so stark verbreitete Kultur- und Wildpflanzenarten anzusäen, um die Biodiversität in der Agrarlandschaft zu erhöhen. Vor allem die Honigbiene soll dabei gezielt gefördert werden, aber auch andere Insekten sowie Niederwild.

Am Donnerstag besuchte die Experten-Delegation zunächst den Hof von Dieter Pleus. Der gab zu bedenken, dass der Verpflichtungszeitraum des Projekts mit fünf Jahren zu lang sei. Sinnvoll sei es, ihn auf ein bis zwei Jahre zu senken, um so möglicherweise auch die Streifen zu verlagern. Dabei sollte auch regionales Saatgut genutzt werden. Um den Boden optimal vorzubereiten, schlug er vor, ihn mindestens zweimal zu grubbern. So könne man verhindern, dass Unkräuter, die nicht erwünscht seien, auswucherten wie beispielsweise die Quäke. Deshalb seien auch eine mechanische Bearbeitung oder das Abspritzen solcher Gewächse nicht zu umgehen. Zudem wünschen sich die Landwirte laut Pleus mehr Akzeptanz aus der Bevölkerung und eine bessere Vergütung.

Auch wenn das Blühstreifen-Projekt im Landkreis Oldenburg insgesamt auf einem guten Weg sei, sollten Imker und Landwirte miteinander reden, welche Saaten sinnvoll seien, um die Bedingungen für die Honigbiene zu verbessern, regte der Hobbyimker Götz Neuber aus Klattenhof an. „Gerade die Bienen wissen, was sie als Nahrung brauchen, und das sollte man sich zunutzen machen“, so Neuber. Doch auch Hobbygärtner seien gefragt, blütenprächtige Pflanzen anzubauen. Nur müsste man sie vorher entsprechend informieren.