Oldenburg - Der Ortslandvolkverband Oldenburg Stadt warnt vor einem Höfesterben, das der Bau einer Bahntrasse östlich von Oldenburg auslösen würde. Der vom Gutachter der Stadt vorgesehene Verlauf durch das Ohmsteder Feld und die Donnerschweer Wiesen würde maßgeblich Oldenburger Vollerwerbsbetriebe betreffen (NWZ berichtete).
Die Ackerflächen für die Milchviehhaltung seien wegen des Wettbewerbs am Pachtmarkt nicht zu ersetzen. Durch den Wall für eine Huntebrücke und die Abstände zwischen Trasse und A 29 gingen große Flächen verloren, warnen Jens Kuck und Christian Hilbers vom Landvolksverband. Der Hof des Berufskollegen Bernd Wempe würde „vollständig dem Erdboden gleichgemacht“.
Zudem sei das Poldergebiet Donnerschwee eingerichtet worden, um Oldenburg bei Hochwasser der Hunte zu schützen. „Das kann nicht einfach überbaut werden.“
Die Landwirte würden nicht zulassen, dass die auf Zukunft angelegten Betriebe durch einen Bahntrassenbau zerstört würden. „Wir werden uns standhaft dagegen wehren“, heißt es in dem Schreiben, das auch an die Vorsitzenden aller Stadtratfraktionen gerichtet ist.
