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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Landwirte wollen an einem Strang ziehen

08.11.2012

Oldenburg „Wir müssen gemeinsam Strategien entwickeln und an einem Strang ziehen.“ Arendt Meyer zu Wehdel, Präsident der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, brachte das auf eine einfache Formel, worüber am Mittwoch rund 1000 Besucher in der voll besetzten Oldenburger Weser-Ems-Halle zusammen mit einer Reihe von Referenten diskutierten. Beim 13. Unternehmertag der Landwirtschaftskammer Niedersachsen drehte sich alles um das Thema „Erfolgreiches Kooperieren – gut vernetzt mehr erreichen“. Dieses werde laut Landwirtschaftskammer aufgrund des steigenden Konkurrenzdruckes und der knapper werdenden Flächen immer wichtiger.

Größe sei nicht das alleinige Kriterium für wirtschaftlichen Erfolg, machte Meyer zu Wehdel in seinem Vortrag deutlich. Vielmehr gehe es darum, effizient zu arbeiten, um Kosten zu sparen und die Produktionsfaktoren Fläche, Arbeit und Kapital optimal zu nutzen. Wie sehr das Thema die Leute beschäftigt, zeige die voll besetzte Halle, sagte der Präsident.

Zu der Fachtagung der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, der Volks- und Raiffeisenbanken Weser-Ems und des Landvolkes Niedersachsen kamen eine Reihe von Referenten, die die Besucher über die aktuellen Entwicklungen informierten und Denkanstöße gaben.

Voneinander lernen

Einer von ihnen war Landwirt Arndt von der Lage aus Friesoythe. Von der Lage arbeitet seit vielen Jahren in den Betriebszweigen Ferkelproduktion, Biogaserzeugung und Stromvermarktung und berichtete, wie „Wachstum in Kooperation“ konkret aussehen kann. „In einer guten Zusammenarbeit kann man voneinander lernen und Know-How austauschen“, so von der Lage. Mehr als 50 Prozent seiner Geschäftszweige bestünden inzwischen aus Kooperationen mit Partnern. „Es besteht so weniger die Gefahr, sich auf einen falschen Weg zu begeben und sich zu verzetteln, da man durch andere Meinungen neue Impulse erhält“, so von der Lage. Wichtig sei aber, dass man vorher einen gemeinsamen Weg festlege und dann bereit sei, auch Kompromisse einzugehen.

„Landwirtschaftliche Unternehmer sind tendenziell Einzelkämpfer“, sagte Unternehmensberater und Landwirt Clemens große Macke aus Addrup (Landkreis Cloppenburg). „Es ist spannend zu sehen, wie sich die Landwirtschaft im Wandel befindet und wie entscheidend die Persönlichkeiten der Partner sind, die aus Einzelkämpfern zu Teamplayern werden“, berichtete große Macke.

Individuelle Lösungen

Aus dem hessischen Friedrichsdorf war Steuerberaterin Brigitte Barkhaus angereist, um über rechtliche Besonderheiten bei Kooperationen zu informieren. „Es gibt nicht die ideale Rechtsform, sondern es gilt, individuelle Lösungen zu finden“, sagte Barkhaus. In vielen Fällen sei jedoch die GmbH & Co KG aus haftungs- und steuerrechtlicher Sicht zu bevorzugen. Johannes Freundlieb vom Genossenschaftsverband Weser-Ems meinte, dass „Genossenschaften die ideale Rechtsform für Kooperationen sind“. Es seien in der jüngeren Vergangenheit zahlreiche neue Genossenschaften entstanden, um den Herausforderungen gerecht zu werden.

Dass das richtige Wachsen nicht nur im Sinne des wirtschaftlichen Erfolges verstanden werden soll, sondern sich auch auf die Verbesserung der Lebensqualität der Unternehmerfamilien auswirke, stellte außerdem Präsident Meyer zu Wehdel fest. „Es muss das Ziel sein, betriebliche und menschliche Ressourcen effizient einzusetzen.“

Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
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