Oldenburg - Am Oldenburger Bahnhof ist die Botschaft nicht zu übersehen, ebenso wenig auf dem riesigen Plakat am Rande der Agrar- und Freizeitmesse „Landtage Nord“ in Wüsting oder auf vielen Bussen in der Region. Unter dem Titel „Echt grün – Eure Landwirte“ haben jetzt sechs Kreislandvolkverbände aus der Region eine flächendeckende Werbekampagne im nordwestlichen Niedersachsen und in den Ballungsgebieten um Oldenburg, Wilhelmshaven und Osnabrück gestartet.

„Wir wollen das Thema Landwirtschaft bei den Verbrauchern präsent machen, über unsere Arbeit und die Bedeutung der Landwirtschaft für die gesamte Gesellschaft informieren“, sagt Bernhard Wolff, Geschäftsführer des Kreislandvolkverbands Oldenburg. Gerade hier in der Region sei die Landwirtschaft mit ihren vor- und nachgelagerten Bereichen ein wichtiger Wohlstandsfaktor.

Beteiligt an der Imagekampagne sind neben dem Oldenburger Verband auch noch die Kreislandvolkverbände Friesland, Wesermarsch und Cloppenburg, die Vereinigung des Emsländischen Landvolks und der Hauptverband des Osnabrücker Landvolks. „Die beteiligten Verbände repräsentieren mehr als 20 000 Landwirte“, sagt Wolff.

Auf 200 Großwerbeflächen, an zentralen Bahnhöfen und Bussen im Stadt- und Regionalverkehr im nordwestlichen Niedersachsen sind die prägnanten Bild-Motive mit der zentralen Aussage „Ohne uns werden Sie nicht satt“ zu sehen. Die Großflächen-Aktion ist Teil einer Imagekampagne, die die Landvolkverbände aus der Region 2015 gestartet haben. Auch mit Radiospots, Zeitungsanzeigen oder Videoclips im Internet wollen die Landwirte auf ihre Anliegen aufmerksam machen.

Ziel der Kampagne sei es, ein besseres gesellschaftliches Verständnis für eine moderne und tierfreundliche Landwirtschaft zu wecken und das Image und Ansehen der Landwirtschaft zu stärken, sagt Bernhard Suilmann, Geschäftsführer des Kreislandvolkverbands Cloppenburg. Man wolle für ein „positives Grundrauschen“ sorgen. Zugleich wollen die Landwirte offen in die gesellschaftliche Diskussion eintreten.


Prominente Unterstützung für die dreijährige, bis 2018 laufende Initiative, hat das Landvolk in Berlin gefunden. Maßgeblich entwickelt wurde die Kampagne von Kajo Wasserhövel und seiner Agentur „Elephantlogic“. „Die Kampagne soll auch ein Weckruf an die Politik sein“, sagt der frühere Wahlkampfmanager von Gerhard Schröder und SPD-Bundesgeschäftsführer.

Rund eine Million Euro stehen als Budget insgesamt zur Verfügung. „Wir führen die Kampagne komplett aus den Beiträgen unserer Mitglieder“, betont Wolff. Für die Verbände ist es ein wichtiges Zeichen, dass die Landwirte hinter der Kampagne stehen. „Sie sind schließlich die besten Botschafter“, sagt Wolff.

Jörg Schürmeyer
Jörg Schürmeyer Thementeam Wirtschaft