Steinhausen - „Landwirtschaft braucht keine Gen-Technik“: Das ist die Kernaussage des Futtermittelhändlers Josel Feilmeier (Bayern). Über ihn hat Bertram Verhaag einen Film gedreht; der wurde Donnerstagabend vom Gesprächskreis für gesunde Ernährung und Lebensführung in Bockhorn (GELB) in der „Altdeutschen Diele“ in Steinhausen gezeigt.
Feilmeier scheint einer dieser positiven Querdenker zu sein, der mit starker Überzeugungskraft, unterstützt von der Familie, die bäuerliche Landwirtschaft einer ganzen Region verändert hat. Anfangs sei er ausgelacht worden, doch er hat „einen Schneeball ins Rollen gebracht, daraus ist eine Lawine geworden.“ Rund 500 Bauern versorgt er jetzt mit Gen-Technik-freiem Soja, mit Weizen und Mais, mit Futtermitteln und Saatgut.
„Früher haben die Kühe auf den Weiden mit den Wildkräutern die Medizin mitgefressen, heute hat das die Pharma-Industrie übernommen.“ Doch, so Feilmeier: Die Pflanzen speichern die eingesetzten Chemiemittel, sie gelangen in den Nahrungskreislauf der Menschen, „zwangsläufig müssen Krankheiten auftreten“.
Immer mehr Landwirte im Süden, aber auch in Österreich würden auf „Gen-No“ setzen, Österreich, so ein Mitstreiter, sei heute „Weltmeister bei gentechnik-freier Milch und bei Eiern“. Die Folgen: gesunderer Boden, bessere Fruchtbarkeit bei den Tieren. Der Einsatz von manipuliertem Saatgut, von Pflanzenschutzmitteln sorgt für mehr Ertrag, „aber nicht bei den Bauern, sondern bei den Konzernen“.
Die Filmvorführung diente auch der Vorbereitung für den nächsten GELB-Vortrag. Am Donnerstag, 20. Oktober werden Georg Janßen und Annemarie Volling in Steinhausen zu Gast seien. Ihr Anliegen: „Jetzt umdenken! Für eine bäuerliche und gentechnikfreie Landwirtschaft“. Beginn ist um 20 Uhr.
