Oldenburg - Während andere Bereiche der Wirtschaft über Nachwuchsmangel klagen, sieht es in der Landwirtschaft gut aus: „In der Region sind unsere Ausbildungsplätze in allen Berufen quasi belegt“, sagte Christa Hallmann-Rosenfeldt, stellvertretende Fachbereichsleitern Aus- und Fortbildung bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK/Oldenburg), in einem NWZ -Interview. Wie immer gebe es im Einzelfall – etwa im Gartenbau – aber noch freie Lehrstellen.

Die Zahlen für die „grünen Berufe“ der LWK seien „insgesamt stabil“. Das sei vor dem Hintergrund der sinkenden Zahl von Schulabsolventen „sehr erfreulich“, sagte die Ausbildungsexpertin. Bereits von 2012 bis 2014 sei die Zahl der neuen Ausbildungsverträge landesweit von 2015 auf 2077 gestiegen.

Besonders stark legte dabei der Beruf „Landwirt/in“ zu: von 812 auf 891. Dieser Beruf stehe „an erster Stelle“. Viele Jugendliche interessierten sich dafür. Die Ausbildungszahlen spiegelten auch, dass es „kein generelles Problem mit dem öffentlichen Image“ gebe, betonte Christa Hallmann-Rosenfeldt. Viele im Agrarbereich seien „sehr engagiert und aktiv hinsichtlich einer transparenten Darstellung ihrer Arbeit“. Zudem kenne man sich vor Ort.

Die Expertin wies auf ein Programm hin, das darauf abzielt, mehr benachteiligten Jugendlichen eine Ausbildung zu ermöglichen. Dazu werde Betrieben Beratung geboten.

Die zwölf Berufe im Zuständigkeitsbereich der LWK sind: Landwirt/in, Gärtner/in, Hauswirtschafter/in, Pferdewirt/in, Tierwirt/in, Fischwirt/in, Milchtechnologe/in, Forstwirt/in, Milchwirtschaftlicher Laborant/in, Revierjäger/in, Pflanzentechnologe/in, Fachkraft Agrarservice.

Rüdiger zu Klampen
Rüdiger zu Klampen Wirtschaftsredaktion (Ltg.)