Resthausen - Bei sommerlichen Temperaturen ist am Sonnabend in Resthausen fleißig Getreide gedroschen, Mehl gemahlen und Trecker gefahren worden. Die Mitglieder des Oldtimerclubs Resthausen, dem mittlerweile 150 Mitglieder angehören, hatte zum vierten „Döschkedag“ eingeladen.

Die Besucher konnten sich einen kleinen Einblick in die landwirtschaftliche Arbeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts verschaffen. „Wir möchten mit dem heutigen Tag die Arbeit unseres Vereins einer breiten Öffentlichkeit vorstellen. Vor allem den Kindern möchten wir zeigen, wie noch vor einigen Jahrzehnten in der hiesigen Landwirtschaft gearbeitet wurde“, betonte der Vorsitzende des Oldtimer-Clubs, Helmut Abeln.

Circa 20 liebevoll restaurierte Schlepper konnten besichtigt werden. Das Highlight der Präsentation war aber der Buschhoff-Drescher aus dem Jahr 1938, den Josef Eilers in marodem Zustand auf einem Bauernhof in Visbek fand und dann in jahrelanger Arbeit restaurierte und wieder flottmachte. „Das Besondere an dieser Maschine ist, dass sie noch komplett auf Holzrädern steht“, betonte Eilers.

Beim „Döschkedag“ erlebten die Besucher hautnah, wie noch ihre Eltern oder Großeltern das Getreide gemahlen haben. Unter lautem Getöse schlug die Maschine das Getreide aus den Ähren und sammelte es in einem speziellen Auffangbehälter. Anschließend wurde das Getreide in einem ebenfalls historischen und renovierten Mahlwerk zu feinem Mehl zermahlen.

Außerdem durften die Besucher eine „Reeperbahn“ besichtigen. Mit Hilfe von zwei Traktoren und zwei gegenläufigen Gewinden wurde gezeigt, wie in der Landwirtschaft früher dicke Seile gedreht wurden.


Auch ein Nachbau der imposanten Dreschmaschine war zu sehen. In jahrelanger Kleinarbeit fertigte Georg Bartelds aus Resthausen eine vollfunktionstüchtige Miniaturmaschine im Verhältnis 1:25 an. Sogar die Schnapsflasche, die bei den Renovierungsarbeiten in einem Versteck gefunden wurde, ist im Kleinformat vorhanden.

Die jüngsten Besucher tobten auf dem Spielplatz oder drehten auf einem Traktor in Begleitung eines Erwachsenen einige holprige Runden über die angrenzende Wiese. So erwarben sie den „Trecker-Führerschein“.

Nach der Messe, die von Monsignore Dr. Dirk Költgen aus Anlass des plattdeutschen Jahres in Molbergen auf Plattdeutsch gehalten worden war, ging es bei der Playback-Show hoch her. Zwölf Gruppen zeigten ihr musikalisches und komödiantisches Talent. Besonders die Gruppe „Die Dorfpfeifen“ aus Varrelbusch sowie Ines und Herbert Abeln mit dem Song „Du Idiot“ ernteten begeisterten Applaus.