LANKREIS - In der Werbung ist sie lila, auf der Weide oft schwarz-weiß. Im Foyer des Kreishauses steht seit Mittwoch die schwarz-rot-goldene Kuh „Faironika“, mit der sich der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) symbolisch bei den Verbrauchern bedanken möchte. Seit Anfang Oktober 2007 bekommen Milchbauern 40 Cent pro Liter Milch. Joghurt, Käse, Quark und Co. sind daraufhin teurer geworden. „Das Schöne ist, dass der Verbraucher das akzeptiert und den erhöhten Preis zahlt“, sagt Ernst Steenken, Teamleiter des BDM-Teams Oldenburg-Land.

„Es ist wichtig, dass wir den Landwirten vor Ort die Möglichkeit geben, ihr Anliegen zu präsentieren“, sagt Landrat Frank Eger. Hier im Landkreis lebten die Menschen von der Milchwirtschaft. Es sei wichtig, dass die Bauern einen angemessenen Preis erhielten.

„Die 40 Cent, die die Milchbauern seit Oktober bekommen, reichen aber nicht mehr aus“, sagt Steenken. Die Preise für Strom, Gas und Futtermittel seien zum Jahreswechsel erneut gestiegen. „Wir fordern jetzt 43 Cent“, sagt Steenken. Können die Bauern das durchsetzen, werde sich der Preis für einen Joghurt um einen Cent erhöhen. Für einen normalen Haushalt stiegen die Ausgaben für Milchprodukte im Monat um etwa 2,83 Euro.

„Die faire Milch“ ist eine Aktion der europäischen Milcherzeuger. In Frankreich ist die Kuh blau-weiß-rot, in Österreich rot-weiß. In Deutschland gibt es insgesamt 700 „Faironikas“, die für faire Preise werben. 181 BDM-Teams sind bundesweit im Einsatz. Europaweit gibt es 20 000 bunte Kühe.