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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Wie fährt das Auto von morgen?

11.01.2018

Las Vegas Ford will seine Zukunft durch eine Schlüsselrolle bei der Neugestaltung der Mobilität sichern. Der US-Autokonzern richtet eine Plattform ein, die verschiedene Robotertaxis, Fahrdienste sowie öffentlichen Nahverkehr und die Infrastruktur der Städte verknüpfen soll. Die Plattform binde auch Navigations- und Bezahldienste ein und stehe anderen Herstellern offen, sagte Fords Mobilitäts-Chefin Marcy Klevorn auf der Technik-Messe CES in Las Vegas.

Die Allianz aus Renault, Nissan und Mitsubishi will in den kommenden fünf Jahren eine Milliarde Dollar in Start-ups investieren. Der erste Partner ist Ionic Materials, eine US-Firma, die Materialien für Feststoff-Batterien ohne Kobalt entwickelt. Für das erste Jahr seien 200 Millionen Dollar veranschlagt, sagte Renault-Chef Carlos Ghosn, der auch die Allianz anführt. Die Idee sei, eine Plattform zu schaffen, über die Start-ups mit allen drei Unternehmen der Allianz gleichzeitig ins Geschäft kommen können.

Ghosn rechnet damit, dass bis 2024 Robotertaxis im Alltag unterwegs sein werden. Es gebe verschiedene Level der Autonomie von intelligenten Assistenzsystemen bis hin zu komplett fahrerlosen Autos. Es müsse allerdings zunächst rechtliche Voraussetzungen dafür geben. „Und es ist unklar, wie bereit die Menschen dafür sind, in selbstfahrenden Wagen unterwegs zu sein.“ Ghosn ist überzeugt, dass die Autokonzerne noch viele Jahre auch herkömmliche Fahrzeuge verkaufen werden, die von Menschen gesteuert werden müssen.

Zusammen mit der Einführung selbstfahrender Autos müssten auch die Städte bewusst umgestaltet werden, sagte Ford-Chef Jim Hackett. Erstmals seit einem Jahrhundert gebe es in dem Geschäft eine Technologie, die das Bestehende nicht nur verbessern, sondern komplett umkrempeln könne. Und die Branche könne sich nicht mehr nur auf das Auto selbst beschränken. Ford wolle diesen Wandel mit anführen.

Der japanische Autobauer Toyota stellte ein Mehrzweck-Fahrzeug – das Konzept e-Palette – vor, eine Art mobiler autonomer Raum in der Größe eines Lieferwagens. Er könne vielseitig eingesetzt werden, sagte Firmenchef Akio Toyoda: als Transporter, Büro, Arztpraxis oder Minibus.

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