LASTRUP - Die Kontrollen der Polizei galten in erster Linie Lastzügen aus dem Ausland. Aber auch Pkw wurden auf den Parkplatz gewunken.
von peter Linkert
LASTRUP - Beamte der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta haben gestern mit Verstärkung durch Polizisten aus Oldenburg an der Bundesstraße 213 vor allem ausländische Lkw kontrolliert. Aber natürlich mussten auch deutsche Trucker auf den Parkplatz bei Lastrup-Timmerlage, wenn sie dem bei Nieholte aufgestellten Messgerät in die Falle gegangen waren. Das Ergebnis: 110 der zwischen 14 und 17 Uhr gemessenen Lkw waren zu schnell, bei den Pkw waren es nur drei.Ausgerechnet einer der Kleinsten stellte den gestrigen Geschwindigkeitsrekord auf. Ein Mini-Cooper wurde mit Tempo 148 registriert. „Er ist uns leider entwischt“, sagte Polizeisprecher Frank Soika. Um die Strafe kommt er trotzdem nicht herum: „Das kommt jetzt per Post.“
Möglichst gleich zur Kasse gebeten wurden die Lkw-Fahrer aus dem Ausland. 14 wurden erwischt. Mit den Niederlanden gibt es mittlerweile ein Abkommen, das bei der Einforderung der Bußgelder hilft. In den anderen Fällen sei es schon mal schwierig, an das Geld heranzukommen, so Soika weiter. Nicht zuletzt aus diesem Grund zeigte sich die Polizei gestern von ihrer freundlichsten Seite: Ausländische Trucker, die nicht genügend Geld dabei hatten, wurden kurzerhand in einen Streifenwagen verfrachtet und nach Lastrup zur Bank gefahren.
Der schnellste Lkw hatte gestern 90 Sachen darauf. Erlaubt sind 60. Es ging aber nicht nur um die Geschwindigkeit. Die Polizei kontrollierte auch die Ladungssicherung. Die Oberkommissare Thorsten Döring, der den Einsatz leitete, Egon Siemer und Ludger Ostermann sind eigens dafür ausgebildet. Sie konnten den Lkw-Fahrern schon genau sagen, was nicht so ganz hinhaute. Bei drei Lastzügen stellten sie Verstöße fest.
Einen Brummi-Fahrer erwischte es richtig heftig. Er war mit 86 Stundenkilometern gemessen worden, hatte aber auch noch unter den Augen der Polizei Sperrflächen genutzt, um zu überholen. Da fackelten die Beamten nicht lange und düsten hinter dem Holländer her. Auf dem Parkplatz konnten sie ihren Kollegen brühwarm von den Sünden des Fahrers berichten. Über die Höhe des Bußgelds gab es noch keine Angaben.
Für die Messung der Geschwindigkeit waren Mitarbeiter des Landkreises zuständig. „Es war die erste gemeinsame Aktion dieser Art“, berichtetet Soika. Die unscheinbar neben einem Leitpfahl aufgestellte Kamera wurde von einem unweit abgestellten Bus aus gesteuert.
