LASTRUP - Beim Besuch des Botschafters der Präsidialrepublik Benin, Exzellenz Isidore Bio, am Dienstag in Lastrup wurden die Kontakte, die Bürgermeister Michael Kramer zu diesem westafrikanischen Land an der Küste des Golfs von Guinea bei einem Besuch in Berlin vor einiger Zeit geknüpft hatte, intensiviert.

Im Rathaus begrüßte Kramer den Gast und seinen Beauftragten für dezentralisierte Kooperation und Öffentlichkeitsarbeit, Ludovic Dakossi, und informierte über die Gemeinde Lastrup. Botschafter Bio interessierte sich besonders für die Gewerbeansiedlung und die Förderung durch die Gemeinde.

Anschließend besuchten die Gäste aus dem mit neun Millionen Einwohnern eher kleinen afrikanischen Land die Haupt- und Realschule. Hier zeigte Konrektor Dirk Zumdohme die schulischen Einrichtungen und besprach Möglichkeiten einer Schulpartnerschaft. Die Schule möchte mit einer entsprechenden Einrichtung in Zentralbenin eine Partnerschaft eingehen.

Anschließend informierte der Kreissportbund Bio über die Arbeit und Belegung der Sportschule. Der Botschafter war überrascht über die weiträumige Anlage mit den vielen Möglichkeiten: „Wir haben in Benin eigentlich nur Rasen- oder Hartplätze. Nur in Cotonou (Regierungssitz) und in Porto Novo (Hauptstadt) gibt es Kunstrasenplätze.“ Schon im Juli wird eine Gruppe junger Beniner, die in und um Berlin leben, ein Wochenende in der Sportschule verbringen.

Bei einem Besuch in der Maschinenfabrik Awila führten Geschäftsführer Werner Meyer und Exportleiter Bernd Lüllmann durchs Lastruper Traditionsunternehmen, das viele Kontakte nach Afrika hat, „im Moment aber leider keine Geschäftsbeziehung in den Benin“, so Meyer.


Bürgermeister Michael Kramer wertete den Besuch in Lastrup als Chance, nicht nur wirtschaftliche, sondern über die Schule kulturelle Beziehungen zu Afrika und speziell Benin zu knüpfen.