Lastrup/Suhle - 250 Tauben haben die Jäger des Lastruper Hegerings bei der diesjährigen revierübergreifenden Taubenjagd erlegt. „Es waren aufgrund des Wetters in diesem Jahr deutlich weniger Tauben zu sehen“, sagte Lastrups stellvertretender Hegeringleiter Antonius Kramer.
Gleich zwölf Tauben brachte Paul Gerdes vom Jagdbezirk Hemmelte zur Strecke – mehr als alle anderen der mehr als 150 Jäger. Damit konnte sich Gerdes den Titel des Taubenkönigs sichern und wurde Nachfolger seines Namensvetters Burkhard Gerdes aus Suhle, dessen Jagdbezirk in diesem Jahr die Taubenjagd ausrichtete.
Bei anbrechender Dunkelheit ging es für die 150 Jäger und die Jagdhornbläsergruppe des Hegerings bei der ehemaligen Schule Suhle los. Beim anschließenden Schüsseltreiben wurde Paul Gerdes als diesjähriger Taubenkönig geehrt. Die Jagdhornbläser des Lastruper Hegerings lockerten den Abend mit ihren Signalen auf.
„Auch wenn mit 250 erlegten Tauben weniger als im vergangenen Jahr geschossen wurden, sind wir mit dem Ergebnis und dem Verlauf sehr zufrieden“, analysierte Antonius Kramer. Die Vögel konnten anschließend alle verkauft werden. So wie auch in vergangenen Jahren, kommt der Erlös einer sozialen Einrichtung der Gemeinde zugute.
Nach dem Ende der Jagdsaison für Niederwild am 15. Januar sei die Jagd auf Tauben ein guter Übergang, informierte Hegeringleiter Bernd Böckmann, da diese Vögel je nach Taubenart mindestens bis in den Februar hinein gejagt werden dürfen.
Doch nicht nur aus waidmännischer Leidenschaft schießen die Jäger die Tiere. Sie bekämpfen damit auch eine Plage: Es gebe immer mehr von ihnen, betont Böckmann. „Zahlreiche Landwirte oder Gärtner haben mit ihnen zu kämpfen“, erläutert der Hegeringleiter. Gleichwohl hüten sich die Jäger davor, Tauben zu verteufeln. Es müsse nur ein ausgewogenes Verhältnis hergestellt werden.
Die nächste Taubenjagd wird am 18. Januar 2020 ausgerichtet.
