LASTRUP - Der Fachkräftemangel am Arbeitsmarkt wird auch die Bedingungen für Zeitarbeitsfirmen verändern. Einerseits sei mit einer größeren Nachfrage nach Arbeitskräften bei den Personaldienstleistern zu rechnen, andererseits mit einer höheren Übernahmequote in feste Beschäftigungsverhältnisse, so Marlies Thoben-Jans und Günter Jans, beide Geschäftsleiter des Lastruper Personaldienstleisters Perso Plankontor.
Die Lastruper Firma trage den Anforderungen des Marktes zum Beispiel mit der Weiterbildung ihrer Mitarbeiter Rechnung und versuche darüber hinaus, Beruf und Familie für ihre Mitarbeiter mit passgenauen Angeboten unter einen Hut zu bekommen. So hat die gemeinnützige Hertie-Stiftung den Lastrupern erneut das Prädikat „berufundfamilie“ verliehen. Damit attestieren sie Perso Plankontor Erfolge in diesem Sektor.
Erst kürzlich wurde der Firma in einem Festakt im Berliner Schloss Schönhausen das RAL-Gütezeichen Personaldienstleistungen für geprüfte Dienstleistungsqualität verliehen. Wie auch drei andere Unternehmen hatte Perso Plankontor unter den Augen des TÜV Rheinland bewiesen, dass es die hohen Anforderungen der Güte- und Prüfbestimmungen erfüllt.
Jans und Thoben-Jans haben 1997 mit dem Aufbau der Firma begonnen. Neben dem Hauptsitz in Lastrup gibt es Nebenstellen in Hamburg, Berlin, Hannover und Leipzig. Perso Plankontor konzentriert sich auf die Vermittlung von Zeitarbeitskräften in den Bereichen Medizin und Pflege, Office, Elektronische Datenverarbeitung und Informationstechnologie, Ingenieurswesen sowie Industrie und Technik.
Mittlerweile sind 980 Mitarbeiter bei Perso Plankontor unter Vertrag. Insgesamt 40 „interne“ Angestellte kümmern sich mit der Geschäftsführung um die Rekrutierung und die Einsätze der „externen“ Mitarbeiter. „Wir zahlen nach einem mit der Gewerkschaft verdi ausgehandelten Haustarif“, sagen die beiden Geschäftsleiter, und Günter Jans ergänzt, dass der Lohn oftmals über dem Tariflohn der entsprechenden Branche liege. Der Lohn für die Zeitarbeiter fließe auch, wenn sie einmal keinen Einsatz hätten. Es seien feste Arbeitsverhältnisse.
Das funktioniere, weil die Unternehmen, die sich bei Zeitarbeitsfirmen bedienten, eine höheren Stundensatz zahlten. Dafür bekämen sie gutes Personal, bräuchten sich nicht um die Auswahl kümmern und vieles mehr, so Jans und Thoben-Jans.
