LATHEN/HANNOVER/NEUMARKT - Niedersachsens Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) will mit Vertretern der Industrie und des Bundes erneut ein Gespräch zur Zukunft der Transrapid-Teststrecke in Lathen (Kreis Emsland) führen. „Wir wollen ausloten, ob es eine Perspektive geben kann“, sagte ein Ministeriumssprecher am Donnerstag.

Zuvor war das Interesse des Baukonzerns Max Bögl aus Bayern an einer Nutzung der Strecke bekannt geworden „Unsere Firmengruppe hat ein Interesse an einer Weiterführung der Versuchsanlage, was aber nicht automatisch heißt, dass wir diese kaufen wollen“, sagte Konzernsprecher Jürgen Kotzbauer.

„Das Interesse eines solchen Unternehmens kann neue Möglichkeiten eröffnen“, sagte der Sprecher des Ministeriums. Es müsste aber entscheidende Signale der Betriebsfirmen Siemens und Thyssen Krupp geben. Einen Termin für das Treffen gebe es noch nicht. Doch müsse dieser bald stattfinden, da Siemens und Thyssen Krupp den Testbetrieb zum 30. Juni einstellen wollten. Dies hatten Vertreter der Firmen im vergangenen Dezember in einem Gespräch mit dem damaligen Wirtschaftsminister Walter Hirche (FDP) erklärt.

Das Bauunternehmen Max Bögl aus Neumarkt in der Oberpfalz beschäftige sich laut Kotzbauer seit etlichen Jahren mit der Entwicklung und Erprobung von Fahrwegträgern für Magnetschwebebahnen. In diesem Zusammenhang seien Fahrwegträger, die bei Bögl in der Entwicklung sind, in der Anlage im Emsland zu Testzwecken eingebaut.

Die Anlage biete daher eine „einmalige Gelegenheit“, die Bauteile unter Praxisbedingungen zu erproben. Fahrwegträger sind die Bauteile der Trasse, über die der Magnetzug schwebt.