LATHEN - Bei dem Treffen von Vertretern aus Industrie (die beteiligten Firmen Max Bögl, Siemens, Thyssen-Krupp und IABG) und Politik am Dienstag in Berlin zum Thema Transrapid sind erste Weichen gestellt worden: Wir werden uns an dem Wettbewerb um das Projekt für eine Hochgeschwindigkeitsbahn in Brasilien beteiligen, sagte Rainer Bomba, Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, im Anschluss an die Sitzung gegenüber dieser Zeitung.
Bis zum 29. November bleibt nun Zeit, die Bewerbungsunterlagen in Brasilien einzureichen. Bomba sprach in diesem Zusammenhang von hohen Anforderungen der Brasilianer bezüglich Finanzierung und Effizienz.
Die CDU-Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann aus Leer, die ebenfalls an dem Treffen teilnahm, erklärte: Der Auftragnehmer muss das volle Risiko für Errichtung und Betrieb übernehmen und sich mit einem Anteil von bis zu 30 Prozent an dem Projekt beteiligen. Das wären rund vier Milliarden Euro. Das gesamte Projekt 520 Kilometer Strecke von Sao Paulo nach Rio de Janeiro und Campinas hat einen Vertragswert von 14,5 Milliarden Euro. In Brasilien drängt allerdings die Zeit wegen der bevorstehenden Fußball-WM 2014 und der Olympischen Spiele (2016).
Staatssekretär Bomba betonte, dass es aber nicht nur aus Brasilien Interesse an dem Transrapid gäbe: Auf Teneriffa (120 Kilometer), in der Türkei (95 Kilometer) sowie in drei US-amerikanischen Bundesstaaten sei die Magnetschwebebahn ebenfalls ein Thema.
