LATHEN - Es soll der Neuanfang für eine zukunftsträchtige Technik werden. Mehr als 500 Tage nach dem schweren Unglück mit 23 Toten auf der Versuchsstrecke im emsländischen Lathen soll der Transrapid wieder auf die Schiene. Noch in diesem Monat könnte die erste Magnetschwebebahn auf der Anlage in Gang gesetzt werden.
Die Betreibergesellschaft IABG aus dem bayerischen Ottobrunn hat eine Teilgenehmigung beantragt und will nun das neue Transrapid-Modell TR 09 in einer der Werkshallen zu Testzwecken in den Schwebezustand versetzen.
Der TR 09 steht seit April vergangenen Jahres unbewegt in der großen Halle. „Wir verfolgen das ehrgeizige Ziel, die Teilgenehmigung bis Ende Februar oder Anfang März erteilen zu können“, sagte Christian Haegele, Sprecher des niedersächsischen Wirtschaftsministeriums, am Donnerstag in Hannover. Die entsprechenden Prüfungen liefen derzeit in der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, sagt Haegele.
Zugleich hatte die IABG Ende Dezember den Antrag auf Erteilung einer neuen Betriebserlaubnis eingereicht. Diese war nach der Katastrophe vom 22. September 2006 entzogen worden. Seitdem ist auf der Strecke kein Zug mehr gefahren. „Wir sind zuversichtlich, dass auch diesem Antrag bald stattgegeben wird“, sagt IABG-Sprecherin Monika Amler in Ottobrunn. Ministeriumssprecher Haegele rechnet im April damit.
Dritter Punkt auf der Antragsliste ist die sogenannte Planfeststellung. Ende des Jahres läuft die Nutzungserlaubnis der Versuchsanlage aus. „Die Betreiber haben eine Verlängerung für sechs Jahre beantragt. Damit werden wir uns rechtzeitig befassen“, versichert Haegele.
