Hude/Bangkok - Halbzeit! Die ersten drei Monate auf Reisen sind vorbei, mein Reise-Traum noch lange nicht.

Im November war ich in Thailand unterwegs, einem faszinierenden Königreich im Herzen Südostasiens. Ein quirliges, vielfältiges, wuseliges, buntes und einfach liebenswertes Land! Buddhismus ist allgegenwärtig: unzählige wunderschöne Tempel und Buddha-Statuen überall, Mönche sind ein alltägliches Bild im Gewirr auf den Straßen oder im Bus, mit Handy am Ohr. Abgelegene Bergvölker und überquellende Busse, historische Tempelruinen und hochmoderne Einkaufszentren, dazu Tuk-Tuks, Tiger und Elefanten: Das Land bietet alles!

Die akustischen, optischen und olfaktorischen Eindrücke sind – nun ja, asiatisch und damit ähnlich wie in Malaysia (siehe voriger Bericht). Mit einem großen Unterschied: Thailand ist gefühlt viel sauberer. Gefühlt, denn hier zog ich mir die erste ernstzunehmende Erkrankung zu: eine bakterielle Infektion durch verunreinigtes Essen. Zum Glück war das nächstgelegene Krankenhaus sehr modern, der Arzt sprach perfekt Englisch und dank Antibiotika war ich schnell wieder auf den Beinen.

Abgesehen von dieser Episode gefallen mir Land und Leute wirklich gut und es fiel mir nicht schwer, mich an die buddhistisch geprägte Kultur anzupassen. Die Thailänder sind ein äußerst freundliches, gelassenes Volk. Sie lächeln stets und geben einem das Gefühl, willkommen zu sein. Laute Stimmen hört man nur im Fernsehen – und beim täglichen Singen der Nationalhymne.

Meine Erfahrungen waren so vielfältig wie das Land selbst. Von der Hauptstadt Bangkok aus ging es in den Norden nach Chiang Mai, Pai und Chiang Rai.

Ich besuchte historische Tempel, in denen ich von den Mönchen viel über ihren Alltag lernte, sowie Nachtmärkte, auf denen von traditioneller Kleidung über Schmuck und Souvenirs bis zu lokalen Köstlichkeiten alles angeboten wird. Ich kam handzahmen Tigern, Schlangen und Krokodilen hautnah, genoss einen Kochkurs, der mir die regionale Küche näher brachte, unternahm eine mehrtägige Wanderung zu den Bergvölkern in der Grenzregion Myanmar-Thailand-Laos, absolvierte ein Training zum „Mahout“ (Elefantenreiter), erkundete per Fahrrad die ehemaligen Hauptstädte Sukhothai und Ayutthaya und feierte das Lichterfest „Loy Krathong“.


Die erste Hälfte meiner Reise verging wie im Flug. An das Nomadendasein habe ich mich inzwischen gewöhnt und meine Neugier bleibt: Wer weiß, was in den nächsten Monaten noch alles passiert?