Oldenburg - Sonderschichten müssen zurzeit die Lebensmittelprüfer der Kontrollbehörde Laves einlegen: Im Lebensmittel- und Veterinärinstitut am Oldenburger Philosophenweg sind am Sonnabend die ersten 40 Milchproben eingetroffen. Übers Wochenende sollen die Laves-Mitarbeiter nachweisen, ob die Milch mit dem krebserregenden Schimmelpilzgift Aflatoxin belastet ist.
Weitere 40 Proben werden zeitgleich am Laves-Standort Hannover untersucht. Professor Dr. Eberhard Haunhorst, Präsident des Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit in Oldenburg, sagte am Sonnabend der NWZ: „Noch liegen uns keine Ergebnisse vor.“ Er hoffe, dass er am Abend den Landwirten mehr sagen könne.
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Auch in den Landkreisen wird am Wochenende auf Hochtouren gearbeitet. Die Veterinärämter recherchieren, in welchen der 938 mit verseuchtem Futter belieferten Betriebe belastete Milch produziert worden sein könnte. Zahlreiche Höfe konnten bereits vom Verdacht ausgeschlossen werden, weil die Bauern das vergiftete Futter in den vergangenen sieben Tagen nicht verwendet hatten oder die Nichtbelastung über eigene Tests nachweisen konnten.
Der neue Lebensmittelskandal war ins Rollen gekommen, nachdem in Rohmilch aus dem Landkreis Leer Aflatoxin gefunden worden war. Die Laves-Kontrolleure stellten anschließend fest, dass das Gift über Mais aus Serbien, der in Deutschland zu Futtermittel verarbeitet worden war, auf den Hof des betroffenen Landwirts gekommen war (die NWZ berichtete).
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