Ein Familienwochenende unter Leitung von Franziska Schaar haben die Jugendlichen des Wassersportvereins Wildeshausen in Osterholz-Scharmbeck organisiert. „Die Gruppe von 15 Ruderern und Paddlern konnte im Bootshaus des befreundeten Wassersportvereins an der Hamme übernachten“, berichtete Ingrid Klein. Bei schönstem Sonnenschein wurden die Boote und ins Wasser gelassen. Die erste Ausfahrt ging flussaufwärts nach „Klein-Helgoland“, das in der Nähe von Worpswede liegt, und wieder zurück zum idyllisch gelegenen Bootshaus des Rudervereins Osterholz. Am zweiten Tag erlebten die Jugendlichen richtiges „Teufelsmoor-Wetter“ – es war neblig. Als sich die Sonne blicken ließ, bereitete die Erkundung der Hamme allen ein großes Vergnügen.
Ein volles Programm erwartete die Besucher bei der ersten Kindermesse im Wildeshauser Kinderland Rämmi-Dämmi. „Oft haben wir von Eltern Fragen gestellt bekommen, wo kann ich eigentlich eine Beratung finden, wo gibt es Hilfe und entsprechende Ausstattung für das eigene Kinder?“, erklärte Christine Bierans, die Betreiberin des Kinderparadieses. „Daraus haben wir die erste Kindermesse mit Flohmarkt gemacht.“ Vom Trödelmarkt im Außenbereich bis zum Ausritt auf Pferden des Reinershofes reichte das Angebot. 15 Firmen und Institutionen machten spontan mit. Es gab Judo-Vorführungen mit Bernd Zerhusen, Aufführungen der „Wild Cats“ und der „Action Girls“, eine Präsentation der Schülerfirma der Hauptschule Wildeshausen, Sehtest und Ergotherapie. Gespendet für den guten Zweck wurde auch. Bürgermeister Dr. Kian Shahidi überreichte einen Betrag von knapp 600 Euro an die Shanti-Leprahilfe in Nepal. Das Geld soll für die Erweiterung des Krankenhauses in Kathmandu verwendet werden. Detlef Huß und Erika Wiedemann-Huß waren sichtlich bewegt über die Spendenbereitschaft der Messebesucher.
Mit einer Flaggenparade wurden die mehr als 250 Besucher des Gottesdienstes „Alex 18:30“ in Wildeshausen begrüßt. Bei der Vorstellung musste Pastor Lars Löwensen drei Satzanfänge zu Ende führen. Etwa: „In Wildeshausen ... leben viele tolle Menschen.“ Nachdenklich war eher das Anspiel, wie Diakon Johannes Kretzschmar-Strömer berichtete: Peter Weißgenau (Marcus Dietmann) vom „Institut für angepasstes Verhalten“ gab drei Ratsuchenden (Ole Bajorat, Matthias Saathoff, Felix Kallert) Tipps für ein entspannteres Leben: „Nur nicht hinsehen, nur nicht seine Meinung sagen, einfach weghören“, waren seine Kernaussagen. Diakonin Helma Stukenborg ging in ihrer Predigt auf Petrus ein, der Jesus dreimal verleugnet hat, aus Angst und Hilflosigkeit. „Der Gang ins anschließende Bistro zeigte, dass sich viele zu diesem Thema noch etwas zu sagen hatten“, meinte Kretzschmar-Strömer.
Mediterrane Küche ist nicht nur ein Symbol südeuropäischer Gelassenheit. Die richtige Ernährung schützt die Bewohner der Mittelmeerländer vor Übergewicht und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Gudrun Göppert, Ernährungswissenschaftlerin an der Landwirtschaftskammer Oldenburg, hielt dazu einen interessanten Vortrag, zu dem der Landfrauenverein Wildeshausen-Dötlingen am Donnerstagabend in den Reitersaal Wildeshausen eingeladen hatten. Dort konnten die rund 75 Frauen nicht nur eine Zucchini-Suppe verkosten, sondern auch einen Teller voller mediterraner Köstlichkeiten probieren, wie Hella Pauley von den Landfrauen erklärte. Zum Beispiel Oliven mit Schafskäse, Tortellini-Spieß, Nudelsalat oder die Espresso-Creme – es schmeckte allen.
Wieder eröffnet hat das Ratscafé im Herzen von Wildeshausen: Der neue Inhaber Axel Bronnenkant, vielen Wildeshausern als Betreiber der GO-Tankstelle am Huntetor bekannt, führt den Betrieb gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Gaby Plander. Beide sind gelernte Köche und verstehen ihr Geschäft aus den Effeff. „Wir wollen den Traditionstreff wieder beleben“, kündigte Bronnenkant an. Täglich bietet das Ratscafé hausgemachte Kuchen und Torten an. Vom Frühstück bis zum leckeren Baguette zur Mittagszeit steht ein großes Angebot auf der Speisenkarte.
Ob Segelyachten, Polizei- und Küchenwachboote oder ein altes Schlachtschiff wie die „Bismarck“: Beim traditionellen Schau- und Nachtfahren auf dem Annasee bei Gut Altona, zu dem der Modellbau-Club Wildeshausen (MCW) eingeladen hatte, konnten zahlreiche Schaulustige eine „Mini-Sail“ bewundern. Die Modellbauer aus Leidenschaft standen den Besuchern ausführlich Rede und Antwort. „Es macht Spaß, Kapitän zu spielen“, meinte Lars Pötsch (12 Jahre), der ein Polizeiboot zu Wasser ließ. Rainer Janocha war aus Delmenhorst mit seinem detailgenauen Containerschiff „Eva Maria J.“ angereist.
