Bookholzberg - Durch die Umstellung auf moderne LED-Technik bei der Straßenbeleuchtung sind die Stromkosten der Gemeinden Ganderkesee und Hude in den vergangenen Jahren um rund 100 000 Euro gesunken – und das trotz weiterer Ausweisung von Baugebieten. Das berichtete Uwe Nordhausen, Geschäftsführer des Zweckverbands Kommunalservice Nordwest, am Mittwoch bei einer gemeinsamen Sitzung von Fachausschüssen der Gemeinden Ganderkesee und Hude im Berufsförderungswerk (BFW) in Bookholzberg.

Nordhausen stellte die Entwicklung des Zweckverbands vor, der das Vorjahr mit einem Betriebsergebnis von 5,5 Mio. Euro abgeschlossen hat. Aktuell werde das Sozial- und Verwaltungsgebäude des Kommunalservice’ in der Wagnerstraße in Ganderkesee um einen Anbau erweitert (die NWZ  berichtete). Der Grund: Die Mitarbeiterzahl ist von 32 (im Jahr 2009) auf aktuell 42 gestiegen. Für 400 000 Euro entstehe ein funktionales Gebäude mit Besprechungs- und Sozialräumen im Erdgeschoss und vier Büros im Obergeschoss. Nordhausen zufolge ist eine besondere Regelung mit dem Architekturbüro getroffen worden, um den Kostenrahmen einzuhalten.

Die Ausschussmitglieder befassten sich zudem mit der Herrichtung des Postmeisterwegs, der teils auf Huder und teils auf Ganderkeseer Gemeindegebiet verläuft. Um das Radwegenetz um den Hasbruch im Bereich Hohenböken/Nordenholzermoor zu verbessern, sollen etwa 18 000 Euro investiert werden. Marion Daniel (FDP) und Günter Westermann (CDU) sprachen sich für eine preiswerte Lösung aus, dem Charakter der Landschaft angepasst. Angesichts des Moor-Untergrunds bezweifelte Westermann, ob Spurwegplatten für Radfahrer, wie sie Kommunalservice-Betriebsleiter Dietrich Fischbeck ins Gespräch gebracht hatte, überhaupt sinnvoll seien. Wilfried Siems (CDU) sprach sich dafür aus, auf Huder Seite eine Abtrennung aus Feldsteinen zwischen Radweg und landwirtschaftlich genutzter Fahrbahn herzustellen. Über die Details der Planung wollen die beiden Ausschüsse gesondert beraten.

Stefan Idel
Stefan Idel Landespolitischer Korrespondent