• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Regierungsviertel zieht nach Ostfriesland um

09.08.2017

Leer /Berlin /Oldenburg Das Regierungsviertel um Reichstag, Bundeskanzleramt und Schloss Bellevue zieht nach Ostfriesland um – zumindest im Maßstab 1:87. Die Betreiber des Leeraner Miniaturlands haben sich jetzt mit dem Eigentümer der Berliner Miniaturwelt „Loxx“ auf den Kauf der drittgrößten Modellbahnanlage der Welt geeinigt, wie beide Seiten dieser Zeitung bestätigten.

„Wir freuen uns, dass die Bundeshauptstadt nach Leer kommt“, sagte Miniaturland-Geschäftsführer Wolfgang Teske. Er erhoffe sich dadurch auch einen weiteren Schub für das 2011 eröffnete Miniaturland, das auf mehr als 1000 Quadratmetern Sehenswürdigkeiten Ostfrieslands und des Oldenburger Landes im Kleinformat zeigt. Als Kaufpreis gab er eine „mittlere sechsstellige Summe“ an.

„Ich freue mich, dass die Anlage weiter vorgeführt wird und das Loxx weiterlebt“, sagte der in Oldenburg aufgewachsene „Loxx“-Eigentümer Stefan Göddeke. Der Jurist hatte mit seinem Bruder Henrik die etwa 800 Quadratmeter große Modellbahnlage, deren Herzstück die Nachbildung der Berliner Stadtbahnstrecke ist, 2004 eröffnet.

Durch den Umzug der „Loxx“-Anlage nach Ostfriesland würde in Leer die flächenmäßig größte Modellbahnanlage der Welt entstehen. Teske geht davon aus, dass die gesamte Anlage nach einigen Umbauten eine Gesamtfläche von 1700 bis 1800 Quadratmetern einnehmen wird. Da auch der Abschnitt des Oldenburger Landes noch erweitert werden soll, rechnet er mittelfristig mit einer Gesamtfläche von 2200 Quadratmetern. Als größte Modellbahnanlage der Welt gilt das Miniatur Wunderland in der Hamburger Speicherstadt mit einer Fläche von rund 1500 Quadratmetern.

Bevor die Besucher das Berlin im Kleinformat aber in Leer besichtigen können, ist noch eine logistische Meisterleistung erforderlich. Bis Ende August wird die „Loxx“-Miniaturwelt noch an ihrem bisherigen Standort, im Kaufhaus „Alexa“ am Alexanderplatz, zu sehen sein. Da der Mietvertrag dort im September endet, wird die Anlage direkt im Anschluss von rund 40 Mitarbeitern komplett abgebaut, in 170 Anlagen-Segmente zerlegt und in 30 bis 40 Lkw-Ladungen von Berlin nach Ostfriesland transportiert, erläutern Göddeke und Teske.

In Ostfriesland angekommen, soll die Anlage dann auf einer eigenen Ebene wieder aufgebaut werden. Teske geht davon aus, dass Mini-Berlin komplett ab Frühjahr 2018 in Leer zu sehen sein wird, einzelne Abschnitte aber auch schon früher.

Göddeke hatte neben dem Auslaufen des Mietvertrags private und kaufmännische Gründe für den Verkauf angeführt. Zunächst hatte er die Anlage mit fast 1000 Gebäuden und 200 Zügen über das Online-Auktionshaus Ebay angeboten. Dort wurden aber weder der „Sofortkauf“-Preis von 749 000 Euro noch das vertraulich hinterlegte Mindestgebot erreicht. Das Höchstgebot lag bei 450 150 Euro. Göddeke stieg daraufhin in Gespräche mit „institutionellen Interessenten“ ein.

„Die Leeraner machen einen professionellen und engagierten Eindruck und waren auch schlicht schneller als die weiteren Interessenten, die teilweise noch Vorplanungen leisten mussten“, sagte er.

Jörg Schürmeyer
Redakteur
Wirtschaftsredaktion
Tel:
0441 9988 2041

Weitere Nachrichten:

Bundeskanzleramt | Miniaturland | eBay | Loxx

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.