LEER/OLDENBURG - Ostfriesischer Rekord: Als erste Kuh der Region schaffte „Juna“ auf dem Betrieb von Georg und Erich Wagenaar in Krummhörn-Jennelt 20 000 Kilo Milch in nur 305 Tagen, die einer Laktationsphase entsprechen. Darauf wies der Landeskontrollverband Weser-Ems (Leer) hin. In dieser Woche wurde für 6000 Betriebe der Jahresabschluss in der Milchleistungsprüfung erstellt.

„Insgesamt gaben die 305 189 Kühe im Verbandsgebiet im Durchschnitt 8512 kg Milch mit 4,12 Prozent Fett und 3,38 Prozent Eiweiß“, berichtete Vorsitzender Anton Fortwengel. „Trotz der allgemein schlechten Witterung in diesem Sommer haben die Kühe damit eine weitere Steigerung um 73 kg Milch erzielt.“ Die höchsten durchschnittlichen Leistungen erreichten die Landwirte im Osnabrücker Land mit 9390 kg Milch.

Johann Bolhuis, Leiter des dem Verband angeschlossenen Milchlabors Weser-Ems, zeigte sich erfreut über steigende Tierzahlen. Im Mittel wurden 5000 Kühe mehr geprüft als vor einem Jahr.

Dr. Ernst Bohlsen, Geschäftsführer des Landeskontrollverbandes, sieht diese Zunahme begünstigt durch die guten Bedingungen für Milchproduktion in dieser Region sowie die Änderung des Milchquotenhandels im Sommer 2007. Die Entwicklung bestätige, „dass Weser-Ems und hier insbesondere die Küstenregion ein klassisches Milchgebiet in Deutschland ist.“ Im Oktober standen über 12 000 Kühe mehr in den Ställen der zugehörigen Betriebe als 2006, davon allein über 10 000 in Ostfriesland und dem Oldenburger Land.

Insgesamt 698 Betriebe lagen mit ihrer Herde über einer durchschnittlichen Milchleistung pro Kuh von 10 000 kg. 106 überschritten sogar die 11 000 kg-Marke.