Zahlreiche Ämter bieten Seminare an. Auch Privatwaldbesitzer sehen darin eine wichtige Aufgabe.
Von Kai HippenGrabstede –
Sein eigenes Brennholz im Wald selbst schlagen und sägen, das stößt auf immer mehr Interesse. Nicht nur wegen der günstigen Energiepreis-Alternative, auch, weil es einfach Spaß macht.Aus gutem Grund weist aber das Forstamt Oldenburg erneut darauf hin, dass die Arbeit mit der Motorsäge extrem gefährlich ist. Allein im Meldebereich der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft seien deutschlandweit jährlich etwa 40 Tote zu beklagen, dazu kämen ungezählte Verletzte.
Der überwiegende Teil der Privatwaldbesitzer in Niedersachsen hat sich den PEFC-Standards, dem Zertifizierungssystem für nachhaltige Waldbewirtschaftung, angeschlossen (die NWZ berichtete). Dazu gehört auch, dass nur Leute mit der Motorsäge im Wald arbeiten dürfen, die an diesem Gerät in speziellen Lehrgängen unterwiesen worden sind.
Zahlreiche Ämter und Institutionen bieten diese Lehrgänge mittlerweile an. Auch private Waldbesitzer organisieren die Seminare, so wie Hartmut Kaempfe auf dem Klosterhof Grabhorn in Grabstede. Zu seinem Lehrgang gehört ein theoretischer Teil, da geht es um allgemeine Arbeitssicherheitsaspekte und Vorschriften zur Unfallverhütung. Außerdem werden die Bestandteile und Wirkungen der vorgeschriebenen Schutzausrüstung erläutert, dazu die Schärfung der Kette und die Wartung der Motorsägen demonstriert. In einem ausführlichen praktischen Teil im Wald wird unter fachlicher Anleitung der sichere Umgang mit der Motorsäge geübt. Jeder Teilnehmer kann selbst einen Baum fällen.
Voraussetzung für die Beteiligung sind das Mindestalter von 18 Jahren und die persönliche Ausstattung mit Schnittschutzhose, Sicherheitsschuhwerk, Schutzhelm mit Gehör- und Gesichtsschutz sowie geeigneten Handschuhen.
Der nächste Lehrgang auf dem Klosterhof Grabhorn findet am Montag, 10. Dezember, statt, die Gebühr beträgt pro Person 70 Euro. Anmeldungen nimmt Hartmut Kaempfe ab sofort unter Tel. 04452/292 entgegen.
Zum letzten Seminar im vergangenen Winter waren 160 Teilnehmer gekommen. Kaempfe wies darauf hin, dass das Gelände der dabei gefällten Pappeln durch natürliche Waldverjüngung und Aufforstung bereits wieder stark mit bis zu zwei Meter hohen Pappeln bewachsen ist.
