LEMWERDER - Anfang des Jahres hat das Deutsche Rote Kreuz (DRK) die Altersgrenze bei Blutspenden aufgehoben. Denn im vergangenen Jahr war es durch hochsommerliche Temperaturen zu einem Mangel an Blutkonserven gekommen.
Während die Blutspende sonst gesunden Menschen im Alter von 18 bis 68 Jahren erlaubt war (Erstspender 18 bis 59 Jahre), liegt es nun im Ermessen des Arztes, ob Menschen, die über 68 Jahre alt sind, weiter Blut spenden dürfen.
Dies kam Herbert Laforce zugute. Seine 131. Spende leistete der Lemwerderaner in der Begu Lemwerder „Solange ich gesund bin und mich fit fühle, spende ich Blut“, so Laforce, der in Kürze seinen 70. Geburtstag feiert. Nur fünf Mal habe er ausgesetzt, nun gehe es weiter.
Auf gutem Wege ist die Lemwerderanerin Claudia Johannsen, die mit ihren 42 Jahren bereits zum 53. Mal Blut gespendet hat. „Aus Überzeugung“, wie sie sagt. Dieser Auffassung war auch Anja Richter. Vor 15 Jahren hatte die 42-jährige Lemwerderanerin zuletzt Blut gespendet. „Damals habe ich das nicht gut vertragen, doch ich halte es für sinnvoll, denn ich kann auch in einen Notfall geraten“, sagte sie. Und dieses Mal ging alles gut. Danach ließ sich die zweifache Mutter ihren anschließenden Imbiss schmecken. Auch wenn es in Lemwerder viele vorbildliche Mitmenschen gibt, bedauerte DRK-Ortsgruppenleiterin Erika Behrens das recht niedrige Gesamtergebnis mit insgesamt nur 117 Teilnehmern. Darunter waren immerhin zwei Erstspender.
