LEMWERDER - Antworten auf ganz viele Fragen erhoffen sich die Beschäftigten von Aircraft Services Lemwerder (ASL) an diesem Dienstag: Um 13 Uhr soll laut Ronald Dietz vom Betriebsrat eine Betriebsversammlung beginnen. Und dann wüsste die Belegschaft gern, wie es um ihre berufliche Zukunft im Konzern EADS bestellt ist. „Die vorgeschlagene Konzeption lehnen wir ab. Das steht für uns außer Frage“, sagte Ronald Dietz gegenüber der NWZ .

Derzeit sei der Betriebsrat gemeinsam mit einem Rechtsbeistand damit beschäftigt, die Möglichkeiten der Einflussnahme des Verkaufs von ASL an den benachbarten Hersteller von Windrotorblättern SGL Rotec zu prüfen. „Wir sammeln Infos und überlegen, was jetzt alles auf uns zukommen kann. Alles, was uns bisher erzählt wurde, war ja ziemlich vage.“ Nun würden die über 300 Mitarbeiter auf detaillierte Aussagen dazu hoffen, wie ihre Jobs langfristig gesichert werden sollen. Zur Betriebsversammlung werden Erik Jensen von Military Air Systems (EADS) sowie Sabine Keuschen erwartet.

Ob die beiden EADS-Vertreter dann wieder mit einem Pfeifkonzert der Belegschaft und großen Protestplakaten gegen den ASL-Verkauf verabschiedet werden, wird wohl davon abhängen, ob es zuvor Antworten auf die Fragen gibt.

SGL Rotec will den Standort Lemwerder zum globalen Technologie- und Fertigungszentrums für Windrotorblätter ausbauen und braucht zusätzliche Fertigungskapazitäten. An die Mitarbeiter von ASL sollen Übernahmeangebote von EADS, Premium Aerotec und SGL Rotec gemacht werden.