LEMWERDER - Auf den ersten Blick ähnelt das Swath-Schiff einem Katamaran: Zwei zigarrenförmige Auftriebskörper tragen den eigentlichen Aufbau des Schiffes, dass ab kommenden Frühjahr als erstes Spezialschiff überhaupt für die Wartung und Versorgung von Offshore-Windparks der Bard-Gruppe eingesetzt werden soll. Gebaut wurde es bei Abeking & Rasmussen in Lemwerder, am späten Donnerstagnachmittag wurde es erstmals zu Wasser gelassen.

„Wir setzen auf diese Technologie und sind von unserer Entscheidung für dieses Konzept überzeugt“, betonte Dr. Stephan Bormann, Marketingleiter bei Bard Engineering. Die Besonderheit der Swath-Technologie: Die Rumpfform ist so angelegt, dass der Windparktender besonders unempfindlich gegen Seegang (bis Stufe fünf) und leicht zu manövrieren ist. „Wir werden damit unsere Leute auch bei rauer See sicher zu den Windkraftanlagen bringen können“, so Bormann weiter.

Um die Sicherheit weiter zu erhöhen, wurde das Schiff mit einem Gummifender ausgestattet, mit sich der Windparktender an das Auffangsystem der Windkraftanlage presst.

„Für uns ist es das zehnte Schiff dieser Bauart“, erläuterte Dr. Klaas Spethmann, technischer Vorstand bei Abeking & Rasmussen. Diese werden beispielsweise als Lotsenversetzboote in der Nordsee eingesetzt.

Das Bard-Schiff soll direkt im Windpark stationiert werden. Rund um die Uhr wird dort ein Serviceteam für Wartung und Instandhaltung auf einer Wohn- und Umspannplattform bereitstehen. Für die Schiffscrew gibt es Unterkünfte an Bord. Das nautische Personal wird von der AG Ems gestellt.


Die Auftragserteilung für den Windparktender war am 8. März 2008 erfolgt. Ein Jahr später erfolgte das Drehen des Rumpfes. Schiffstaufe soll nun im Januar oder Februar des kommenden Jahres sein. „Aus dem Rumpf, den wir im März gesehen haben, ist nun ein ordentliches Schiff geworden“, sagte Bormann bevor das Schiff in der Werft ganz langsam, Zentimeter für Zentimeter, ins Wasser gelassen wurde.