Lemwerder - Eine gute und eine schlechte Nachricht hatte Bürgermeisterin Regina Neuke den Mitgliedern im jüngsten Finanz- und Planungsausschuss zu überbringen. Positiv: Die Versorgung von Gemeindeteilen mit schnellem Internet steht. Und nicht nur das: Statt einer Bandbreite von 30 MBit könnten Bereiche der ins Ausbauprogramm aufgenommenen Gebiete Barschlüte, Butzhausen und Krögerdorf auf ein noch schnelleres Netz von Übertragungsraten von bis zu 1 GB hoffen. Der Grund: Das beauftragte Telekommunikationsunternehmen habe das Netzausbauverfahren FTTB (Fibre to the building = Glasfaser bis zum Gebäude) in Aussicht gestellt, ließ Neuke wissen. Deichshausen-Süd und Ochtum müssen sich mit 30 Mbit begnügen. Hier wird Glasfaser nur bis zum Kabelverteiler verlegt. Die Kehrseite der Medaille: Zwar sollen die Arbeiten im zweiten Quartal 2018 beginnen, vier von fünf Projektgebieten könnten aber erst mit Verzögerung im vierten Quartal des Jahres freigeschaltet werden.

Auf schnelle Leitungen dürften auch die Schulen hoffen, so die Bürgermeisterin weiter. Der Landkreis Wesermarsch habe den bisherigen Projektantrag um die Anbindung von Schulen erweitert. Auch die Grundschulstandorte würden dabei berücksichtigt. Zudem sei klargestellt worden, dass die Bandbreite bei 30 Mbit pro Klasse und nicht pro Schule liege. Dadurch allerdings erhöhe sich der Anteil der Kommunen, in welcher Höhe sei noch unklar.

In einer Folgeförderung soll auch eine Verbesserung von bisher nicht berücksichtigten Streulagen erfolgen. „Ich begrüße das Engagement des Landkreises in diese Richtung ausdrücklich“, so die Bürgermeisterin.

In den kommenden Jahren werden rund 5,3 Millionen Euro in der Wesermarsch in den Ausbau der Breitbandversorgung fließen. Der Landkreis möchte eine annähernd hundertprozentige Versorgung erreichen.

Markus Minten
Markus Minten Stadt Oldenburg und Ammerland (Leitung)