LEMWERDER - Der Boom der Offshore-Windkraft bringt immer mehr Aufträge für regionale Unternehmen – und auch Innovationen. Bei Abeking & Rasmussen (A&R) in Lemwerder (Kreis Wesermarsch) wurde am Donnerstag ein „Swath-Schiff“ für die Bard-Gruppe (Emden) zu Wasser gelassen.

Der 26 Meter lange „Windparktender“ ähnelt einem Katamaran: Zwei zigarrenförmige Auftriebskörper tragen den eigentlichen Aufbau des Schiffes. Bard will es 2010 für die Wartung und Versorgung von Windparks auf hoher See einsetzen.

Man sei von der Swath-Technologie überzeugt, sagte Dr. Stephan Bormann, Marketingleiter bei Bard Engineering. Diese Schiffe seien besonders unempfindlich gegenüber Seegang. Das nautische Personal stellt die AG Ems. A&R habe bereits zehn Schiffe dieser Art gebaut, erläuterte der Technik-Vorstand Dr. Klaas Spethmann.

Unterdessen verzögert sich der Bau des ersten kommerziellen Windparks „Bard Offshore 1“ in der Nordsee (80 Anlagen). Der erste Strom werde erst im Frühjahr fließen, sagte ein Bard-Sprecher. Ursprünglich war dies bis zum Jahresende geplant.

Grund der Verzögerung waren technische Probleme an der Hydraulik des neuen Errichterschiffes „Wind Lift I“. Das Installationsschiff musste noch mehrere Tests durchlaufen und wird erst Ende November eintreffen.