LEMWERDER - Der Windpark an der Sannauer Helmer wird einer der größten in der Region. Das kündigte Bauamtsleiter Bernhard Martens anlässlich der Bürgerbeteiligung im Rathaus an.

Planerin Dr. Ulrike Schneider erklärte, dass auf dem Gebiet der Gemeinde Lemwerder 19 Anlagen, auf dem Gebiet von Ganderkesee 14 entstehen sollen. Die Windmühlen haben Nabenhöhen von bis zu 138 Metern und leisten bis zu 4,5 Kilowatt. Zusammengerechnet liefern die Anlagen deutlich mehr Strom als die Gemeinde insgesamt benötigt.

In wieweit die Gemeinde selbst und Bürger der Gemeinde von dem Park profitieren, wollten einige Bürger wissen. Sie kritisierten, dass es unter anderem Investoren aus Elsfleth und Varel gibt. Zum Beispiel Peter Clamor von den Grünen hätte einen Bürgerwindpark besser gefunden. Solche Modelle seien gleichwohl denkbar, erklärte Bernhard Martens. Außerdem verwies er auf die Gewerbesteuer, die der Gemeinde zufließt.

Einige Bürger äußerten ihre Sorgen vor einer Doppelbelastung im Umfeld des Windparks. Die neue Trasse der B 212 soll nämlich durch den Windpark laufen. Dies könne besonders negative Auswirkungen auf Vögel und Fledermäuse in der Gegend haben, sagte eine Bürgerin.

Martens und Dr. Schneider erklärten, dass die Gemeinde nur begrenzt Möglichkeiten gehabt hätte, den Windpark abzulehnen. Als Vorteil empfinden Sie, dass die Gemeinde nach der Ausweisung des Windparks einzeln stehende Anlagen nicht mehr genehmigen muss.

Jan Lehmann Freigestellter Betriebsratsvorsitzender, Politik