Lemwerder - Um kurz nach sieben wurden schon die ersten Fahrräder auf dem Lemwerderaner Rathausplatz aufgebaut. Um 9.30 Uhr, dem offiziellen Beginn des 24. Fahrradmarktes, hatten die Interessenten schließlich die Wahl aus weit mehr als 200 Gefährten – vom hochwertigen E-Bike bis zum günstigen Tretroller für Kinder.

Das sei ein neuer Rekord, freute sich der FDP-Ortsvorsitzende Harald Schöne, der den Fahrradmarkt mit seinen Parteikollegen jedes Jahr organisiert und damit sowohl Anbieter als auch Käufer aus weitem Umkreis in die Gemeinde lockt. In Anbetracht dessen, dass der eine Euro Standgebühr pro Rad einer gemeinnützigen Organisation der Gemeinde zufließt, wurde dieser oftmals sogar freiwillig aufgestockt.

Rund die Hälfte der Räder werde allerdings wieder mit nach Hause genommen, so die Erfahrung. Aber das störte bei dem herrlichen Wetter die wenigsten. Schließlich wurde neben dem Verkauf auf dem Rathausplatz auch dieses Mal wieder so manch nettes Gespräch geführt. Und das machte bei einer frischen Waffel oder heißem Kaffee vom Team des Eine-Welt-Ladens, der mit dem Erlös eine Schule in Togo unterstützt, gleich doppelt so viel Spaß.

Heiße Würstchen hatte das FDP-Team neben Kaffee im Angebot und viele Tipps für eventuelle Touren gab es am Stand des ADFC. Der Stedinger Shantychor machte Werbung für sein großes Jubiläumskonzert, das am 27. April im Kalender steht.

Erstmalig dabei war Matthias Kwetschlich. Er hatte vor drei Jahren die Fahrradwerkstatt seines Onkels an der Lemwerderaner Fähre übernommen. Das Serviceangebot erweiterte er inzwischen auf gebrauchte Fahrräder, E-Bikes in allen möglichen Preisklassen bis hin zum Bau von individuellen Modellen.


Alle Hände voll zu tun gab es auch für die Mitarbeiter der Polizei, die vor ihrer Dienststelle die Kodierung der frisch erworbenen Räder übernahmen. Dieses kostenlose Angebot wird aber nicht nur während des Fahrradmarktes gemacht. Vielen gebe es gerade bei teuren E-Bikes ein sichereres Gefühl, wenn das Rad registriert ist, so die Erfahrung von Carmen Mönnich von der Polizeistation. Jederzeit könne eine Kodierung, sofern die Dienststelle besetzt sei, in Lemwerder vorgenommen werden, betonte sie.