LEMWERDER - Anlieger der Außendeichsiedlung in Lemwerder haben jetzt ihrer Forderung nach einem mobilen Hochwasserschutz Nachdruck verliehen. Das teilte Kirsten Wellmann, eine der Betroffenen, mit.
Wie berichtet, hatten Anlieger der Weserstraße während der jüngsten öffentlichen Ratssitzung Bürgermeister Beckmann zu dem Thema befragt. Insbesondere die Besitzer von Häusern mit Blick auf die Weser fürchten, dass eine Erhöhung der Flutmauer die Sicht versperren und somit den Wert ihrer Immobilien mindern könnte.
Einige Betroffene trafen sich jetzt mit den Christdemokraten Tanja Sudbrink, Wolf Rosenhagen, Karsten Haye-Warfelmann und Heiner Loock. Durch die Weservertiefung und die damit verbundene Deicherhöhung müsse der bereits bestehende Hochwasserschutz erhöht werden, erklärten die Anlieger. Der Verbandsvorsitzende des Oldenburgischen Deichbandes, Cord Hartjen, hatte telefonisch mitgeteilt, dass die Erhöhung rund 70 Zentimeter betragen wird. Bürgermeister Hans-Joachim Beckmann hatte erklärt, dass das Land Niedersachsen für die Kosten und die Planung zuständig ist. Die Gemeinde werde die Betroffenen über alle Planungen informieren.
Sollte diese Erhöhung der Spundwand aus einer reinen Betonwand bestehen, entstehe für die Anlieger ein enormer Wertverlust der Grundstücke sowie eine Beschneidung der Lebensqualität. Außerdem werde der an dieser Spundwand verlaufende Rad- und Wanderweg von vielen Touristen und Ausflüglern genutzt, die den freien Blick auf die Weser schätzen. Er ist eine Zuwegung zu den vielen auf dem Ritzenbütteler Sand stattfindenden Veranstaltungen und auch zu dem fast fertiggestellten Badesee, sagen die Betroffenen.
Ihre Interessengemeinschaft setzt sich daher dafür ein, dass der Hochwasserschutz erhöht wird, allerdings durch eine mobile Schutzwand, wie sie auch am Rhein oder an der Mosel aufgestellt werden. Dadurch bleibe die Attraktivität und die Idylle in der Außendeichsiedlung erhalten.
Die Bürgerinnen und Bürger kündigten an, sich kurzfristig mit dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz sowie dem Oldenburgischen Deichband in Verbindung zu setzen. Ihr Ziel ist es, die Möglichkeit eines mobilen Hochwasserschutzes zu erörtern.
