LEMWERDER - Nachdem das Projekt Aero Mare im Süden der Gemeinde Lemwerder fast abgeschlossen ist, geht es im Norden Stedingens weiter. Von Lemwerder bis zum Huntesperrwerk müssen noch rund 16 Kilometer Deich saniert werden. Das erklärte der Vorsteher des 1. Oldenburgischen Deichbands, Christel Bohn.

Eine Maßnahme, die in nächster Zeit in Angriff genommen wird, ist der Deichabschnitt entlang dem Lürssen-Gelände. Der Deich muss um rund einen Meter erhöht werden, das bedeutet eine Verbreiterung um rund vier Meter. Die Deichtrift soll in Richtung Heimstättenstraße versetzt werden. Wie Christel Bohn weiter mitteilte, will die Lürssen-Werft im Zuge der Baumaßnahmen eine Lastwagen-Wartespur zwischen Industriestraße und Deich einrichten. Die Werft werde sich deshalb an den Kosten beteiligen. Im Bereich der Kapelle am Deich ist eine Verbreiterung des Deichs nicht mehr möglich; der Deichband wird dort eine Stützwand bauen.

Bauamtsleiter Bernhard Martens bestätigte, dass die Gemeinde am Bau eines Fahrradwegs binnendeichs interessiert ist. Direkten Einfluss könne die Gemeinde allerdings nicht nehmen, weil es sich um eine Kreisstraße handelt. Martens räumte ein, dass die Maßnahme auch die – zurzeit ungenutzte – Gleisanbindung zum alten Lemwerderaner Bahnhof in Frage stellen würde. Priorität habe die Option auf die Gleisanbindung bis zum Gewerbegebiet Deichshausen, erklärte der Bauamtsleiter. Der alte Bahnhof verliere an Bedeutung.

Das Projekt Aero Mare, das den Transport großer Windkraftrotorblätter vom EADS-Gelände zum Ochtumhafen ermöglicht, ist bis zur Frühjahrsdeichschau abgeschlossen. Lediglich die Grassaat und der Bau eines Zauns stehe noch aus, erklärte Bohn. Er kündigte eine Feier zur Einweihung der Anlage für den April an. Insgesamt fünf Kilometer Deich seien damit saniert worden.

Weitere Baumaßnahmen umfassen das Berner Gemeindegebiet bis zum Huntesperrwerk. Einen genauen Zeitplan gibt es dafür noch nicht.