LEMWERDER - Als der Schnee zu rieseln begann, konnte die Stimmung auf dem Nikolausmarkt in Lemwerder kaum weihnachtlicher sein. Wie jedes Jahr hatten sich auf der Stedinger Straße, vor und im Rathaus, zahlreiche Stände und Buden aneinandergereiht.
Ab 11 Uhr konnte man essen, trinken oder Geschenke kaufen. Die Kinder holten ihre gefüllten Stiefel in den Geschäften ab. Bernhard und Rolf Bahr waren mit Bratheringen und Matjes, dabei. Vor rund sechs Jahren hat der Hobbyangler Rolf Bahr das erste Mal sein Zelt mit den frisch gebratenen Heringen auf der Stedinger Straße aufgebaut.
Unterstützt durch seine Freunde, machte der Fischverkauf den Anglern so viel Spaß, das sie seitdem jedes Jahr dabei sind. Inzwischen hat Bernhard Bahr das alljährliche Organisieren übernommen.
Reges Treiben herrschte auch auf dem Rathausplatz. Nicht nur für die Kinder war die Losbude von Marcel Mantau ein Anziehungspunkt. Manch ein Besucher versuchte mit etwas Losglück ein Präsent für seine Lieben zu gewinnen. Mariella und Leandro hatten Glück. Gemeinsam mit ihrer Tante ergatterten sie die passenden Farben für einen Gewinn.
Neben der Losbude auf dem Rathausplatz hatte Annemarie Prößler ihren Verkaufsstand mit Tiffany-Arbeiten. Sie ist seit über 15 Jahren dabei. Besonders gefiel ihr die Atmosphäre vor dem Rathaus mit Blick auf das Kinderkarussell und Glühweinstände, erklärt sie.
Ohne kalte Finger und Füße ging es im Rathaus zu. Allerdings war dort auch schon gegen 18 Uhr Feierabend. Jede Menge Kunsthandwerk gab es zu bestaunen oder zu kaufen. Jens Stöver stellte seine Serviertentechnik aus und gab Basteltipps. Früher, als er noch Dachpfannen anbot, wäre ein Stand draußen im Schnee möglich gewesen, erklärt er. Die Lampenschirme und Bilder, die er nun verkauft, sind nicht so feuchtigkeitsresistent. Hanne Frerichs und Anneliese Jones verkauften neben Tonwaren auch selbst gebastelte 3D-Karten. Der allergrößte Verkaufsschlager waren aber ihre Krullkuchen.
Für die Besucher ging es auf dem Rathausplatz hingegen auch nach 18 Uhr noch weiter. Bei Glühwein oder Crêpes genoss man diesmal bis 20.30 Uhr gerne den verschneiten Winterabend in geselliger Runde.
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