Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Ortsumgehung Beim Sandabbau soll auch die Heuschrecke gewinnen

jl

LEMWERDER - Aus Sicht des Bauunternehmens Bunte aus Papenburg ist es „eine klare Win-Win-Situation“. Das sagte Firmenvertreter Anton Fokken dem Bau- und Straßenausschuss unter Vorsitz von Karsten Haye-Warfelmann (CDU). Die Firma will nach dem Sandabbau auf dem Ritzenbütteler Sand eine weitere Fläche für den Sandabbau nutzen.

Bunte denkt dabei an die Fläche am westlichen Ortsausgang Lemwerders, die an die Außendeichsiedlung anschließt. Auch der Sand aus dieser Fläche solle für die Berner Ortsumgehung, die zurzeit im Bau ist, genutzt werden, sagte Fokken.

Er erklärte, dass es in der Wesermarsch nur sehr wenige Flächen gibt, die für den Sandabbau geeignet sind. So greife die Firma auf künstliche Sandanhäufungen zurück.

Auf der Fläche zwischen dem Ritzenbütteler Sand und der Außendeichsiedlung könnten 272 900 Kubikmeter abgebaut werden; rund 220 000 Kubikmeter davon sind für den Straßenbau nutzbar. Das Gebiet ist rund neun Hektar groß.

Als Lärmschutz wird die Firma Bunte das Gebiet mit einem Wall von der Siedlung abgrenzen. Auf Umweltverträglichkeit hat Klaus Temmen von der Firma Regionalplan und UVP das Gebiet untersucht. Dort ist die Blauflüglige Ödlandschrecke, eine bedrohte Heuschreckenart, zu finden.


Anton Fokken sicherte zu, dass diese Tiere durch den Baubetrieb nicht vertrieben werden. Mehr noch: Nach Abschluss der Arbeiten fänden sie sogar mehr Lebensraum vor als jetzt. Die hauptsächlich in Ostniedersachsen vorkommende Ödlandschrecke ist auf sandigen Boden mit wenig Bewuchs angewiesen.

Wie Fokken erklärte, liegt dem Landkreis zurzeit eine Vorabinformation über das geplante Projekt vor. Bürgermeister Hans-Joachim Beckmann kündigte an, das Thema im Dezember im Verwaltungsausschuss und im Rat zu behandeln.

Wie Bauamtsleiter Bernhard Martens der

NWZ

  erklärte, bekommt die Gemeinde als Eigentümer des Gebiets rund 50 Cent pro abgebautem Kubikmeter Sand. Etwa 250 000 Kubikmeter sind bereits am Ritzenbütteler Sand im Westen der Gemeinde abgebaut. Dort entsteht ein Naherholungsgebiet mit See (wie berichtet), das im kommenden Jahr eingeweiht wird.
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Kleine Kinder haben Fragen zu Schwangerschaft, Geburt und Stillen. In Oldenburg wollen Hebammen Unterrichtsstunden zu diesen Themen in den vierten Klassen geben.

PILOTPROJEKT IN OLDENBURG Schwangerschaft, Geburt und Stillen – Was Grundschüler bei Hebammen lernen

Anja Biewald
Oldenburg
Analyse
Bundeskanzler Olaf Scholz besucht den Katholikentag in Erfurt

SPD-WAHLKAMPF ZUR EUROPA-WAHL Zieht der Kanzler im Osten?

Kerstin Münstermann Büro Berlin
Delitzsch
Blick in die Räucherkammer bei Aal Bruns in Kayhauserfeld: Marco Pawlik ist mit der Qualität zufrieden.

DELIKATESSE NACH ÜBERLIEFERTER REZEPTUR Woher kommt der Zwischenahner Aal?

Kerstin Schumann
Kayhauserfeld
Der Bergpark Wilhelmshöhe: Hier befinden sich etliche Sehenswürdigkeiten.

NWZ-REISETIPPS: ABSTECHER NACH ... KASSEL Entspannte Stunden in historischen Parks

Kerstin Schumann
Kassel
Vor etwa einem Jahr eröffnete der Pflegedienst Paul-Lina seinen neuen Hauptsitz in Wittmund. Wegen eines Insolvenzverfahrens musste der Pflegedienst seinen Betrieb aufgeben.

STANDORTE IN WITTMUND UND EMDEN Insolvenz bei Pflegedienst Paul-Lina – So geht es für die Kunden weiter

Kim-Christin Hibbeler
Wittmund