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Segelflieger Piloten suchen neuen Landeplatz

LEMWERDER - Seit 53 Jahren heben die Segelflieger der Airbus-Weser-Fluggemeinschaft auf ihrem Gelände nahe der Weser ab. Im Gründungsjahr 1958 als Betriebssportgruppe von „Weserflug“ gestartet, hat der Verein heute 144 Mitglieder.

Die Eigentümer auf dem großen Firmengelände nebenan wechselten über die Jahre häufig – unter anderem hießen sie VFW, MBB, DASA und EADS. Die Firma SGL Rotec produziert und lagert nun Blätter für Windkraftanlagen auf dem Gelände an der Weser. Und für die Airbus-Weser-Fluggemeinschaft wird es eng. Im Mai hat das Unternehmen dem Verein gekündigt (die

NWZ

  berichtete). SGL Rotec benötigt die Fläche mit der Asphaltstartbahn für eigene Zwecke.

Bis Ende des Jahres müssen sich die Flieger einen neuen Platz suchen – was nicht einfach ist. „Für unseren ganzen Flugbetrieb, die Flugzeuge, die drei großen Werkstätten und das Vereinsheim brauchen wir Platz“, sagt Ralf-Michael Hubert von der Fluggemeinschaft. 1500 Meter muss die Startbahn für die Segelflieger lang sein. „Das Gelände in Ganderkesee ist zu kurz für unsere Winde.“ Bisher hat man kein geeignetes Grundstück gefunden.

„Wir brauchen keine Asphaltpiste, wir können vom Rasen starten, auch mit unserem Motorsegler“, erklärt Vereinsvorsitzender Christoph Muschner. Am liebsten wäre den Fliegern ein Platz in Lemwerder. „Es ist einfach ein flugaffiner Standort“, sagt Hubert. Auch würden viele Jugendliche im Verein mitfliegen. Auch mit den Azubis der umliegenden Firmen und dem Gymnasium Vegesack gibt es eine Kooperation für Schnupperkurse.

Stolz sind die Vereinsmitglieder auf Lars Hagemann, der in der Nationalmannschaft mitfliegt. „In einem unserer Vereinsflugzeuge war er bei der Weltmeisterschaft“, berichtet Muschner stolz. Überhaupt ist der Verein im Sport gut vertreten. „Wie sind von den 800 Vereinen, die es in Deutschland gibt, unter den ersten 140.“ Und das, obwohl Norddeutschland nicht gerade berühmt für eine gute Thermik ist. „Hier lernt man, aus wenig viel zu machen“, erzählen die Flieger lachend.

Nun hoffen sie auf eine gute Zukunft für ihren Verein, und auf ein Gelände, das 1500 Meter mal 200 Meter misst. „Wir sind mit SGL nicht im Konflikt und stehen dem Unternehmen sehr aufgeschlossen gegenüber“, betonen sie. „Wenn die Wirtschaft in Lemwerder brummt, ist das gut für alle.“


 @ Infos über den Verein unter

http://www.wfg-lemwerder.de

Friederike Liebscher
Friederike Liebscher Redaktion Oldenburg
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